Samland
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Geografische Lage
Sage
Wie Widewuto das Land unter seine Söhne theilte
- "Am andern Morgen früh setzten sich Widewuto und Bruteno vor der Eiche nieder und riefen zuvörderst jenes ältesten Sohnes herbei, welcher hieß Lytpho oder Litthuo, ...
- Danach theilte Widewuto dem Samo, seinem zweiten Sohne, das Land von Crono und Halibo bis auf Skara das Wasser, und er nahm es mit der Zeit ein, und ward nach ihm Samland genannt. Er bauete sich auf einem mächtigen Sandberge, der zum Theil geschüttet ward, die Feste Gailgarwo (Galtgarben). Dieser Samo hatte mit den Seinen eine sonderliche Lebensweise; denn sie waren andächtiger wie die übrigen Brutener und wählten auch einen besonderen Eichwald zu ihrer Andacht aus, in welchem sie einen Haufen Schlangen [1] zu Ehren ihrer Götter unterhielten. Samo ließ weniger Kinder als seine Brüder, denn sein Weib Pregolla ertrank in dem Flusse Skara, davon dieser den Namen (Pregel) erhielt."
Im Samland, Kreis Fischhausen gab es einen Ort Rummowe, der später Romehnen hieß.
- prußisch "roms, rams, rums" = still, ruhig, bescheiden, sittsam, höflich, zahm (auch im Sinne von heilig gebraucht)
Name
Der Name beschreibt ein niedrig liegendes Gebiet.
- prußisch "same, semme, zeme" = Erde (im kurischen und zemaitischen Sprachgebrauch bedeutet es auch unten bzw. Niederland)
Urkundliche Erwähnungen:
- Sem-land 1073
- Samb-landia 1224
- Zambia 1231
- Samie 1238
- Samlandia 1242
- Sambia 1246
Geschichte
Sprachdenkmäler
Siehe auch
- Barten (Rastenburg)
- Galinda (masurische Seenplatte)
- Chelmo (Thorn)
- Lubawa/ Michelauer Land (Löbau)
- Nadruwa (Insterburg)
- Notanga (südlich von Königsberg, Preußisch Eylau)
- Pagude (Heilsberg)
- Pamede (Marienburg)
- Semba (nördlich von Königsberg, Labiau)
- Sassen (Tannenberg/Neidenburg)
- Skalwa (Tilsit-Ragnit-Ruß)
- Suduwa (Jatwinger) (Lyck, Suwałki)
- Warme (Braunsberg)