Masurischer Kanal
Verlauf
Der Masurische Schifffahrtskanal beginnt unterhalb von Allenburg, wo er von der Alle abzeigt. Er kreuzt die Bahnlinien Wehlau - Friedland und Insterburg - Thorn. Er durchquert den Astrawischker Forst, kreuzt die Bahnlinie Gerdauen - Insterburg, durchschneidet die Marschallheide und verläuft durch den Uferwall des Rhesauer Sees. Der Kanal führt weiter durch diesen See, führt durch den Steinorter Forst und die Gemarkung Pristanien und mündet zwischen Drengfurt und Angerburg in den Mauersee. Heute sieht man im Wesentlichen nur noch düstere Betonschleusen.
Geschichte
Bereits im Mittelalter gab es Pläne, die Masurische Seenplatte mit dem Pregel zu verbinden. 1764 bis 1776 kam dann der Bau auf Initiative des Kammerpräsidenten von Domhardt zustande.
Die Gesamtlänge beträgt etwa 50 km, die Tiefe etwa 2,5 Meter. Zur Überwindung der Höhenunterschiede wurden 10 Schleusen angelegt, zwei in Allenburg, je eine in Groß Allendorf, Wilhelmshof, Georgenfelde, Langenfeld, Klein Bajohren, Sandhof und wieder zwei in Fürstenau.
Für Überflutungen wurden Sicherheitstore eingerichtet, die gefährdete Gebiete absperren konnten. Durch diesen Kanal konnten die Bodenerzeugnisse Masurens billig nach Königsberg transportiert sowie Verbrauchsgüter nach Masuren geschifft werden. Außerdem gab es nun eine durchgehende Wasserstraße von Johannisburg nach Königsberg. Vor dem 1. Weltkrieg wurde der Jahresverkehr auf etwa 300 000 Tonnen geschätzt.