Groß Tauerlauken

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bitte beachten Sie auch die Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000
Partie an der Dange

Hierarchie

Regional > Litauen > Groß Tauerlauken

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Memel > Groß Tauerlauken


Einleitung

Groß Tauerlauken, auch Adlig Groß Tauerlauken (1540 Tauerlauken, 1785 Tauerlaugken oder Bommels), Kreis Memel, Ostpreußen.

  • Mit "Adlig" wird ein adliger Gutsbesitzer mit den entsprechenden adligen Vorrechten bezeichnet: hohe und niedere Gerichtsbarkeit, Jagd- und Fischereirecht, Patronat, Brauerei-, Brennerei-, Verlagsgerechtigkeiten, Herrschaftsrecht gegenüber dem Personal. Selbst der König konnte in diese Rechte nicht eingreifen. Ab 1800 wurden die adligen Güter Rittergüter genannt.
  • Zu Groß Tauerlauken gehörte das unweit der Dange (Fluss) liegende ehemalige Gasthaus Grünthal (Memel).

Name

Bommels bezieht sich auf einen von drei in Memel wohnenden und 1539/40 unter Herzog Albrecht angeworbenen Holländern: Herrmann van Bommeln, auch Bombel und Bommel genannt, der Besitzer von Tauerlauken war.

Der Name Tauerlauken bedeutet "Wisent-Feld". Der Ort liegt in der Nähe der Dange (Fluss). Der Alternativname Bommels bezieht sich auf den Besitzer (oder seinen Nachkommen), den Holländer Herrmann van Bommeln, auch Bombel, Bommel, Boemel genannt, der 1539/40 unter Herzog Albrecht angeworben wurde. In Memel siedelten drei Holländer.

  • litauisch "tauras" = Auerochs, Ur, Stier, Wisent

+ baltisch "laukas" = Feld, Acker, Hof


Politische Einteilung

1940 ist Groß Tauerlauken ein Gut in der Gemeinde Hohenflur.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Groß Tauerlauken gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Memel Land.

Katholische Kirche

Groß Tauerlauken gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.


Standesamt

Groß Tauerlauken gehörte 1888 zum Standesamt Plücken Martin und 1907 zum Standesamt Kollaten. Die Zugehörigkeit wechselte 1898.


Bewohner

1540

  • Beyl, Claus von Tauerlaken, Dorothea von Melen Hoff zur tauerlaken
  • Golschyn, Hennyck, Hoffmann, Jaksch, Lenhardt, Mateick
  • Naußede, Radmyn, Ripett, Schmidt, Schudel, Weyß

1736

Geschichte

  • 19.2.1462 das an der Dange, im ehemahligen Memeler Stadtgebiet gelegene Landgut, das spätere Groß Tauerlauken wird an den Deutschen Andreas Scharppen verliehen.

Quellen:
Paul Karge "Die Litauerfrage in Altpreußen in geschichtlicher Beleuchtung", Königsberg 1925

Verschiedenes

Karten

Groß Tauerlauken auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung GROKENKO05NS
Name
  • Groß Tauerlauken Quelle (${p.language})
  • Tauralaukiai (1923) Quelle Seite 1088 (${p.language})
Typ
  • Gut (Gebäude) (- 1944) Quelle
  • Wohnplatz (1944 -)
w-Nummer
  • 66132
Karte
   

TK25: 0292

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Hohenflur, Glaudynai (1939-05-01 -) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle

Memel, Memel Land (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.160/161

Memel, Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Klaipėda (1907) ( Pfarrei) Quelle S.160/161

Groß Tauerlauken, Tauralaukiai (- 1939-04-30) ( Gutsbezirk) Quelle Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum