Vitte
Hierarchie
Regional > Litauen > Vitte
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Vitte
Einleitung
Vitte, später ein Stadtteil von Memel, Kreis Memel, Ostpreußen.
Name
Der Name zeigt einen Fischerhafen an geschützter Stelle an, die auf Hafenbetrieb mit allen Facetten weist.
- lettisch "vieta" = Ort, Platz, Stelle, Dienststelle, Raum, Bett
- nehrungs-kurisch "viets" = Ort, Platz, Stelle
- "vieten" = Plätzchen (prußisch "weten")
- prußisch "witine" = flaches Flussschiff
- preußisch-litauisch "vyteline" = Korb, Köcher
- "vitenis" = Rippe, das Knie eines Kahns
- "vite-varai" = Grenzwächter
- "vitgarnis" = Wittgarn, Fischreuse
- "vyti" = Strick drehen, Reep schlagen
- "vytele" = Weidengerte, Angelrute
- "vitavoti" = bewirten
- litauisch "vyti" = winden, drehen
- prußisch "Witingas" = ein prußischer Anführer, der zum Orden übergelaufen war und deshalb mit wirtschaftlich einträglichen Orten belehnt wurde, nämlich den Vitten (z.B. Schaaksvitte im Samland)
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Vor 1853 gehörten die deutschsprachigen Bewohner von Vitte zur Johanniskirche in Memel, die litauischsprachigen Bewohner zur Landkirche in Memel. Kurzzeitig gab es von 1853-1858 in Memel eine Parochie Vitte, die aber nicht von langer Dauer war. Nach 1858 gehörten alle Bewohner zur Johanniskirche
Kirchenbücher
Die Kirchenbücher der Parochie Vitte sind im Original in Berlin (Evangelisches Zentralarchiv Berlin). Verfilmungen sind auch bei den "Mormonen" vorhanden.
- Taufen 1853-1858
- Konfirmationen 1854-1858
- Heiraten 1853-1858
Die Taufen und Heiraten der Parochie Vitte sind auch abgedruckt als Artikel "Die Parochie Vitte in Memel 1853-1858" von Heinz-Werner Tepperis in der Vereinsschrift des VFFOW "Altpreußische Geschlechterkunde", Band 28 (1998).
Katholische Kirche
Vitte gehörte zum katholischen Kirchspiel Memel.
Geschichte
In der Grundzinß-Tabelle von Vitte sind 1782/1783 folgende Einwohner vermerkt:
Gottfried Behrendt,
Wittwe Bortlow,
Jurge Clemens,
Bertul Dautzkur,
Michel Gebhardt,
Wittwe Grimmin,
Schulmeister Jagszus,
Michel Jogereit,
Jurge Kallenowsky,
Hans Krullis,
Wittwe Jon Mertz,
Wilhelm Neuntzig,
der Fischer Schroeder,
Johann Schultz,
Johann Strebalis jun.,
Christian Unfrom,
Mathes Wachowitz,
Johann Wentzell,
Casper Wilhelmson,
Anton Zander oder Huhn.
Ferner gab es dort 3 Reifschläger:
James Duncan,
Stroemberg und
Schwanebeck.
Quelle: Haupt-Pacht u. Rechnungsbuch der Domaine Althoff-Memel 1782/83,Seite 7/8
Verschiedenes
Karten
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | KLAEDAKO05NR | ||||||||||||||||||||||||
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| externe Kennung |
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| Webseite | |||||||||||||||||||||||||
| Karte |
TK25: 0292 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||||||||||||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Memel, Klaipėdos miestas, Klaipėdos miesto savivaldybė ( StadtStadtkreisStadtgemeindeStadtkreisStadtStadtgemeinde) Quelle Memel, Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Klaipėda (1907) ( Pfarrei) Quelle S.152/153 Memel/St. Johannis, Memel Stadt (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.152/153 Memel/Jakobus (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.152/153 |
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| Untergeordnete Objekte |
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