Ragnit
Hierarchie
Regional > Russische Föderation > Kaliningrader Oblast >Ragnit
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Ragnit > Ragnit
Einleitung
Ragnit, Kreis Ragnit, Ostpreußen. Ragnit liegt im prußischen Stammesgebiet Schalauen auf dem 15 m hohen Südufer der Memel, wo einst die Schalauerburg Raganita gestanden hat. Ragnits Wirtschaft beruhte auf Holzwarenbetrieben, einer Keramik- und einer Zellstoffabrik wie auf Binnenschifffahrt.
Wappen
Das Wappen zeigt in Blau auf grünem Boden über blauem Wasser eine silberne Stadtansicht mit dem darüber fliegenden naturalistischen preußischen Adler, über diesem schwebt ein goldenes Gottesauge.
Allgemeine Information
1905: Kreisstadt im preußischen Regierungsbezirk Gumbinnen, an der Memel, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Tilsit-Stallupönen und der Kleinbahnlinie Ragnit-Kraupischken, hat eine evanglische Kirche, ein altes Schloß, evangelisches Schullehrerseminar, Präparandenanstalt, landwirtschaftliche Winterschule, Amtsgericht, Zigarrenkistenfabrikation, Dampfmahl- und Schneidemühlen, Eisengießerei und Maschinenfabrik, Dampfziegeleien, Dampfmolkereien, Bierbrauerei, Obstbaumschule, Obstverwertungsgenossenschaft und (1905) 4908 meist evangelische Einwohner. In der Nähe die Domäne Neuhof Ragnit mit Remontedepot, der sagenhafte Hügel Rombinus an der Memel und weiter aufwärts das seiner schönen Lage wegen vielbesuchte Dorf Obereisseln.
Quelle: Meyer Großes Konversation-Lexikon 1906, Bd.16., S.571.
Einwohner:
1905 4.908
1939 10.061
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Kirchenbücher:
Sächsisches Staatsarchiv Leipzig:
Kirche Ragnit: Taufen 1757 - 1766; 1766 - 1777 Land; 1776 - 1784 Stadt; 1777 - 1814 Land; 1784 - 1800 Stadt; 1829 - 1830 Stadt. Heirat 1758 - 1766; 1767 - 1782 Land; 1771 - 1787 Stadt; 1782 - 1793 Land; 1787 - 1821 Stadt; 1793 - 1800 Land. Tote 1759 - 1766; 1766 - 1784 Land; 1766 - 1782 Stadt; 1784 - 1800 Land; 1782 - 1800 Stadt; 1809, 1819.
Kirche Jesu Christi:
Kirche Ragnit: Taufen, Heiraten, Tote 1757-1766 (r. & l. S.) Heiraten (Land) 1767-1782 (r. & l. S.) Taufen (Land) 1766-1777 (r. & l. S.) Film Nr. 1813805 Items 2-3, Tote (Land) 1766-1784 (r. & l. S.) Heiraten (Stadt) 1771-1787 (r. & l. S.) Taufen (Stadt) 1776-1784 (r. & l. S.) Tote (Stadt) 1766-1782 (r. & l. S.) Film Nr. 1813806, Heiraten (Land) 1782-1793 (r. & l. S.) Taufen (Land) 1777-1814 (r. & l. S.) , Film Nr. 1813807, Tote (Land) 1784-1800 (r. & l. S.) Heiraten (Stadt) 1787-1821 (r. & l. S.) Heiraten (Land) 1793-1800 (r. & l. S.) Tote (Stadt) 1782-1800, 1809, 1819 (r & l) Film Nr. 1813808, Taufen (Stadt) 1784-1800 (r. & l. S.) Taufen (Stadt) 1829-1830 (r. & l. S.) Film Nr. 1813809 Items 1-2
Katholische Kirche
Riedelsberg - Wischwill
Geschichte
- 1275 und erbaute der Orden an Stelle der Prußenburg die Burg Landshut.
- 1355 zerstört.
- 1397 bis 1409 errrichtet der Orden westlich des alten Burgberges ein neues starkes Haus, das Sitz eines Komturs wurde, dem auch die Burgen Tilsit und Labiau unterstanden.
- Im Schutze des Ordenshauses bildete sich eine Marktsiedlung, die wegen der günstigen Lage an Strom und Straßen Bedeutung erlangte.
- 1552 wird Ragnit wirtschaftlich von Tilsit überflügelt.
- 1722 Erhebung zur Stadt durch König Friedrich Wilhelm I.
- 1818–1922 Kreissitz, Ragnit blieb trotzdem nur eine Landstadt.
- 1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
- 1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen.
- 1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Ragnit wird wieder preußisch.
Persönlichkeiten
Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. In: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4 1922. (Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).
Braun, Karl David, ehemaliger Stadtschreiber, zum Richter und Stadtschreiber in Ragnit 31.8./11.9.1761.
Eichert, Friedrich Benjamin, Stud., zum Kantor in Ragnit 11.4.1758.
Fiedler, Otto Gottlieb, Diakon aus Gumbinnen, zum Erzpriester in Ragnit 14.3.1758.
Rosenbaum, Michael, Kantor in Ragnit, zum Diakon in Schaken 14.3.1758.
Skrotzki, Collaborator bei der Stadtschule in Ragnit, zum Rektor in Schwentainen 17./28.4.1760.
Zirckmann, Hospitalit in Ragnit, zum Hospitalschäffer in Ragnit 2./13.11.1759.
Verschiedenes
Karten
Heimatvereine
Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | RAGNITKO15AA | ||||||||||||
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| externe Kennung |
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| Karte |
TK25: 0998 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Ragnitzskij Rayon, Sowjetskij Rayon, Nemanskij Rayon, Neman, Рагнитский район, Советский район, Неманский район (1993) ( Rayon) Quelle Ragnit (- 1945) ( StadtgemeindeStadt) Quelle Quelle Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei) Quelle S.248/249 |
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| Untergeordnete Objekte |
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