Bittehnen

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Hierarchie Regional > Litauen > Bittehnen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Ragnit > Bittehnen


Einleitung

Bittehnen (1490 und 1540 Bitten; 1785 Bittenen Uszbittschen; Bittehnen Schillehnen), Kreis Ragnit, Ostpreußen.


Name

Der Name weist auf Imkerei.

  • Der Teilname Uszbittschen weist auf Teilhaberschaft, wie sie in der Waldbienenimkerei üblich war: Ein alter erfahrener Imker bestimmt die Anlage der Bienenstöcke in etwa 5 Meter Höhe. Dabei spielen Wind-, Regen- und Sonnenrichtungen eine Rolle. Der junge wendige Imker klettert die Kiefern hinauf, pflegt und erntet.
  • Der Teilname Schillehnen weist auf Heide.
  • prußisch "bite, bitte" = Biene
  • "bitinikas" = Bienenzüchter, Imker
  • preußisch-litauisch "bitinas" = die Bienenkönigin
  • "bičiulis" = Imkereigenosse
  • "bitynas" = der Bienenstand, der Bienengarten
  • prußisch "uz, usz" = hinter, jenseits
  • "sīla, sylo, šila" = Heide, Heideland, Fichtenwald
  • preußisch-litauisch "šilas" = Heide, sandige Heide, Kiefernwald, aber auch Thymian und Monat September


Politische Einteilung

Bittehnen hat die Ortsteile Schillehnen und Uszbitschen.

1.5.1939: Name der neuen Gemeinde bzw. des neuen Gutsbezirks: Bittehnen; Die neue Gemeinde bzw. der neue Gutsbezirk ist gebildet worden aus den bisherigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken: Bittehnen Schillehnen und Bittehnen Uszbitschen[1]

1940 ist Bittehnen eine Gemeinde mit den Dörfern Schillehnen (bei Ragnit), Uszbitschen und Bittehnen.[2]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Bittehnen gehörte 1912 zum Kirchspiel Ragnit Land.


Geschichte

Laut Landwirtschaftliches Güter-Adressbuch für die Provinz Ostpreußen mit Anhang Memelland, 4. Auflage, Leipzig 1922

  • Clemens Hoppe, 76 ha



Verschiedenes

Karten

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Bittehnen Uschbittschen auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
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Siehe untere Hälfte links auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


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Bittehnen Uszbitschen im Preußischen Urmesstischblatt 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


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Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Bittehnen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung BITNE1KO15AB
Name
  • Bittehnen Quelle (${p.language})
Typ
  • Gemeinde (1939-05-01 - 1945) Quelle
Einwohner
w-Nummer
  • 66133
Karte
   

TK25: 0998

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Tilsit-Ragnit (1939-05-01 - 1945) ( Landkreis) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 68

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Bittehnen-Uszbitschen, Bittehnen-Uzbitzen, Bittehnen-Ußbitschen, Užbičiai
         Dorf
USZHENKO15AB (1939-05-01 - 1945)
Bittehnen-Schillehnen, Bitėnai
         WohnplatzDorf
BITNENKO15AB (1939-05-01 - 1945)
Schillehnen bei Ragnit
         DorfGemeindeteil
BITNE2KO15AB (1939-05-01 - 1945)


Quellen

  1. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff
  2. Kurschat, Heinrich A.: Das Buch vom Memelland: Heimatkunde eines deutschen Grenzlandes, Oldenburg (Oldb.) 1968