Jatzischken

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Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000
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Jatzischken
(c) Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
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An der Minge

Hierarchie

Regional > Litauen > Jatzischken

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Jatzischken


Einleitung

Jatzischken (1785 auch Jacischken, Jazischken), Kreis Heydekrug, Ostpreußen.

Name

Der Name weist auf Dunkles und Unsauberkeit. Möglicherweise ist damit ein Siedlungsplatz im Moor beschrieben.

  • preußisch-litauisch "juočkis" = schwärzlich, schwarz

vgl. dazu

  • prußisch "gazt, gazes" = Dreck, Abfälle, Plunder, Kot, Mist
  • "geasnis" = Schnepfe (bevorzugt bodenfeuchte Wälder)

Politische Einteilung

1940 ist Jatzischken ein Dorf im gemeindefreien Gutsbezirk Groß Augstumalmoor.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Jatzischken gehörte 1912 zum Kirchspiel Kinten (Kr.Heydekrug) und zum Seelsorgbezirk Neu Rugeln.


Bewohner

"Der Kammerjunker eines Herzogs von Kurland kam in die Memeler Gegend, kaufte Spitzhut, und führte den Namen Kuwert. Er vermählte sich mit der Tochter des Andreas Hamburger um die Wende des 18. Jahrhunderts. Die Hamburger sind weit über ein Jahrhundert Besitzer des Gütchens Jatzischken gewesen. Als die Pest 1711 Memel und Umgebung heimsuchte, brachte Kuwert Frau und Kinder zu seinem Schwager, dem Fischmeister Johann Hamburger aud Jatzischken, und wollte sie bald darauf besuchen. Dieser hatte jedoch, um den Verkehr abzuschneiden, die Kähne von der Minge aufs Land bringen lassen und gestattete nicht, daß Kuwert, der versicherte, noch ganz gesund zu sein, hinüber gefahren wurde. Darauf sah Kuwert seine Familie vom Ufer aus, nahm von ihr Abschied, kehrte nach Spitzhut zurück und starb binnen acht Tagen an der Pest!"


Verschiedenes

Karten

Jatzischken auf der Schroetterkarte (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz



Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung JAZKENKO05PJ
Name
  • Jatzischken (1907) Quelle (${p.language})
  • Jočiškiai (1925-10-20) Quelle Seite 20 (${p.language})
  • Jazischken (1939) Quelle (${p.language})
Typ
  • Gut (Gebäude) (- 1945) Quelle
  • Wohnplatz (1945 -)
w-Nummer
  • 66131
Karte
   

TK25: 0693

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Groß Augstumalmoor, Aukštumalo Pelkė (1921-04-01 - 1945) ( Gutsbezirk) Quelle Quelle

Kinten (1907) ( Kirchspiel) Quelle S. 94/95

Jatzischken (- 1921-03-31) ( Gutsbezirk) Quelle Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum

Quellen