Stiftung Stoye/Band 50/289
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Tauber Hans Tauber Testament Stadtgerichte Leisnig Band 12, Nr. 49 [1626] 20.04.1626. Hans Tauber, Bürger und Bäcker zu Leißnig fühlt seinen Tod nahen und macht sein Testament.66 Zu Erben setzt er sein jetziges Weib und seine Kinder 1. und 3. Ehe ein. Sein Weib ist schwanger, sollte das Kind zur Welt kommen und am Leben bleiben, so soll es auch mit erben. Seine gebrechliche Tochter Justina anderer Ehe soll vorab, ehe die Teilung vorgenommen wird 50 Gulden bekommen. Seine beiden Töchter 1. Ehe, Margarethe, des Schneiders Dietrich Poßelts Weib, und Christina, des Apothekers Johann Schubarts Weib, sollen im Voraus eine jede 10 Gulden haben. Es werden auch noch zwei bereits verstorbene Kinder erwähnt. Sein Wohnhaus, vorm Niedertor gelegen, soll sein Sohn Johann aus 3. Ehe für 300 Gulden erhalten, weil er sich immer als ein gehorsames Kind erwiesen. Außerdem soll er die gebrechliche Schwester bei sich behalten, ihr Erbe nutzen und sie mit Speise und Trank versorgen. Sollten sich die beiden jedoch nicht vertragen oder Justina heiraten, dann soll er sie auszahlen. Da Hans Tauber nicht schreiben kann, bittet er den Stadtschreiber Johann Gruntzer, seinen letzten Willen zu Papier zu bringen und denselben auch zu unterschreiben. Der Stadtrichter und die Gerichtsschöppen werden nicht genannt. Anmerkung: Im Aufgebotsbuch Leisnig erscheint noch eine Tochter Elisabeth eines verstorbenen Bäckers Hans Tauber. Sie wird am 13.04.1645 mit dem Junggesellen Caspar Schulze aus Bunzlau in Schlesien, einem Soldaten, in Leisnig aufgeboten. Dessen Vater Johann Schulze war Fleischhauer in Bunzlau und 1645 bereits verstorben. Diese Elisabeth wird in allen 3 bisher bekannten Texten zu Hans Tauber nicht erwähnt. Sie müsste um 1620/25 geboren und könnte evtl. auch eine Tochter des Hans Tauber jun. gewesen sein. 66 Zu Hans Tauber siehe auch Berthold, Rüdiger: Genealogische Quellen zur Stadt Leisnig in Sachsen. Schriftenreihe der Stiftung Stoye. Marburg/Lahn: Stiftung Stoye 2004, Band 39, S. 429 ff. Dort werden auch die Landsteuer-Register ausgewertet, wo er erstmals 1589 erwähnt wird. 289 | |
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