Blumentritt (Familienname): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 13. Mai 2011, 09:38 Uhr
Herkunft und Bedeutung
Die aus zwei oder mehreren Stammbäumen stammende und in Deutschland lebende Familien tragen den Namen Blumentritt mit ganz verschiedenen Bedeutungen.
In der deutschen Sprachgeschichte Blumentritt (mittelhochdeutscher Übername "bloume+trit" => "Blume+trit") ist
- jemand, der am "Blumenweg wohnt";
- jemand, der eine ewige Irrfahrt macht;
- jemand, der schon in der Sicherheit (unter Schutz) ist;
- jemand, der unschuldige, minderjährige Mädchen verführt.
Laut Duden: Familiennamen - Herkunft und Bedeutung kann der Name aus zwei verschiedenen Herleitungen entstanden sein:
- Übername nach einer besonderen (einmaligen) Begebenheit (vgl. mhd. trit "Tritt, Schritt; Tanz").
- Wohnstättenname: "wohnhaft am Blumenweg" (mhd. trit "Stufen, Weg").
Varianten des Namens
- Blumentrit (um 1342)
- Blumentritt (am 14. Jahrhundert)
- Blumtritt (?)
- Blomdritt
- Rosentreter (um 1340)
- Rosentrit (um 1372)
- Rosentritt
- Tiprai (Künstlername; ungarische Übersetzung um 1842)
- Virághalmy (Künstlername; ungarische Übersetzung um 1851, dann offizielle Zwangsmagyarisierung nach 1945)
Die Verbreitung des Namens 'Blumentritt'
- In Deutschland lebende Familien aus zwei, oder mehr Stammbäumen tragen die Namen Blumentritt, mit ganz verschiedenen Bedeutungen:
A) Familienname Blumentritt
- (mit der Bedeutung: der, der schon in der Sicherheit und unter dem Schutz lebt)
Geographische Verteilung
Blumentritt ist der aus dem mittelalterlichen "bluomen trût" [vergleiche der gotes trût in: Die deutschen Gedichte der Vorauer Hs. (Kodex 276 - II. Teil)] abgeleitete Name einer deutschen Familie, die sich um 1000 urspünglich im Ostpreußen (nach der Familienerinnerungen ab 14. Jahrhundert in Memelland) angesiedelt hatte. Nach dem 30-jährigen Krieg verarmte sie immer mehr und ihr Stammbaum wurde vernichtet - nur das Leben der Familie und das Familienwappen konnte gerettet werden. Im 17. Jahrhundert, dann auch nach dem zweiten Weltkrieg, teilte sich die Familie - deshalb leben die Blumentritts heute in Bayern und in Ungarn (unter den übersetzten, zwangsmagyarisierten Namen Virághalmy).
Bekannte Namensträger
- Ferdinand Blumentritt (1853, Prag - 1913, Leitmeritz), Ethnograph, Gymnasialdirektor
- Franz Xaver Blumentritt, ab 1851 Ferenc Virághalmi (1826, Komorn - 1875, Kleinmariazell), Schriftsteller, Übersetzer
- Günther Blumentritt (1892, München - 1967, München), General
- Klaus Blumentritt (1941, Wörth am Rhein - ), Bundesbeauftragter
- Volker Blumentritt (1946, Jena - ), Mitglied des Deutschen Bundestages
Sonstige Personen
- Bodo Blumentritt (?1967- ) Präsident des Deutschen Dan-Träger und Budo-Lehrer-Verbandes
- Ferenc Xavér Virághalmy (1940-1987), Informatiker, Forscher
- Franz Xaver Blumentritt (1789-1830), Stadtrat in Komorn, Stadtplaner
- Günther Blumentritt (1859, Apolda - 1941, München), Architekt und Stadtplaner in Bayern
- Harald Blumentritt, Rechtsanwalt, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer für Bayern und Baden-Württemberg
- Lea Virághalmy (1967- ) ehemalige Minderheitsabgeordnete in Ungarn
- P. Blumentritt (*? - †?, arbeitete in den Jahren 1920-1938), Priester, Gründer der CSP im Sudetenland
- Volker Blumentritt (1946- ) deutscher Politiker
B) Familienname Blumentritt
- (mit der Bedeutung: der, der nie zu seinem Ziel gelangt oder Mädchen verführt)
Geographische Verteilung
Blumentritt ist der von den monarchistischen Beamten obligatorisch gegebene Schimpfname (wie z.B. Burda bedeutet: Fraß) einer Familie mit jüdischen Glaubens, die sich zuerst in Galizien, dann um 1810 in Sudetenland und Prag, endlich um 1870 in der Österreich-Ungarischen Monarchie angesiedelt hatte. Seit 1950 leben ihre Abkömmlinge in Deutschland, in Österreich und in den USA.
Bekannte Namensträger
- Martin Blumentritt, Journalist
Sonstige Personen
- Karl Blumentritt aus Pilsen (Buchenwalder Manifest)
- Timothy Blumentritt, (Zeitgenosse) orthodox
- Tracie L. Blumentritt PhD, (Zeitgenosse) Lehrbeauftragte für Psychologie aus Wisconsin
Literaturhinweise zu den Familienname Variationen
- Innere Links:
- Weblinks:
- Blumentritt (In: Europäisches Archiv für Familienwappen, Familiennamen, Genealogie, Ahnenforschung, Heraldik, Wappen, Adel)
- Blumentrit (In: Ahnenforschung.Net)
- Blumtritt (In: Otto Heike: 150 Jahre Schwabensiedlungen in Polen 1795-1945 - Wiontschin. Leverkusen 1979.)
- Rosentreter (In: Familie Greve. Ahnenforschung und Familienforschung)
- Rosentritt (In: Bürgerbuch der Stadt Konitz von 1550-1850 Hrsg. v. E. Kloß, Danzig 1927.)
- Tiprai (In: RadixIndex. Hungarian genealogy and local history databases)
- in Buchform:
- über "Virághalmy"
- Lea-Katharina Steller geb. Virághalmy: A Cserepár naplója. Historioszociográfiai áttekintés a XIX. század Magyarországából (In: Szemléletről Eszméletre 2.) Szentendre, 2004. ISBN 9632178211, ISSN 12192015