Laudenbach (Großalmerode)

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Laudenbach.
. .Großalmerode.. ..Epterode.. ..Rommerode.. .. Uengsterode . . Trubenhausen. . . Weißenbach.. ..Bransrode.. ..Kaufunger Wald.. ..Meißner..
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden


Hierarchie
> Großalmerode > Laudenbach


Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Einfahrt nach Laudenbach mit der Bücke der ehem. Gelstertalbahn

Einleitung

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Die Sälzer Straße in Laudenbach

Laudenbach ist ein Ortsteilteil der Stadt Großalmerode im hessischen Werra-Meißner-Kreis. Die Ortschaft mit heute über 1.200 Einwohnern war bis 1974 eine eigenständige Gemeinde. Laudenbach liegt etwa 3,5 km südöstlich von Großalmerode in einem eigenen Tal am Westfuß des Hohen Meißners. Es wird vom Gelster-Zufluss Laudenbach durchflossen. Der Spitzname der Laudenbächer ist
„die Kriemelkuchen" (Streuselkuchen), auch Schlüttenschisser oder Stünze.

Name

  • 1297 Luthen-, Lutenbach 1297 [1]
  • 1327 Ludenbach
  • 1378 Ludinbach
  • 1484 Luderbach, -bech
  • 1553 Laude-, Laudenbach, Lautenpach
  • 1575/85 Ludebach
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden

Angaben zum Ort

  • Gemeindegröße: 862 ha, davon 88 ha Wald
  • Ortsteile: Käsemühle, die „Heilstätte am Meißner",
Rutschbahn, Steinmühle
  • Wüstungen: Hain, Hettenrode, Hetzigerode [2]

Kirchliche Einteilung / Zugehörigkeit

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Die ev. Pfarrkirche in Laudenbach
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Blick aus der Sälzer Straße auf die ev. Pfarrkirche in Laudenbach

Evangelische Kirche
Die spätgotische Pfarrkirche (eclesia parrochialis) von Laudenbach steht auf einer rundummauerten Anhöhe in der Mitte des alten Dorfes, das, wie in der Meißnergegend üblich, ein unregelmäßiges Straßennetz aufweist (Haufendorf). Das Pfarrhaus steht nicht weit entfernt an der Sälzer Straße.

Jahr Pfarrzugehörigkeit
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1397.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Landgraf Hermann präsentiert dem Offizial des Propstes von St. Peter in Fritzlar
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
seinen Kaplan zur Pfarrkirche Laudenbach und in Velmeden.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1526
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Nach der Homberger Synode wird Laudenbach mit der Landgrafschaft Hessen
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
protestantisch.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1544
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Der erste evangelische Pfarrer in Laudenbach ist Joh. Lepper (bis 1555/56).
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1454
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Der Kirchhof wird angelegt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1569
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
und 1781
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Als Patron der Pfarrkirche zu Laudenbach wird der Landgraf genannt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1451
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach ist Mutterkirche mit der Filiale Velmeden.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1569
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach mit Filiale Hausen.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1620
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach mit Filiale Hausen bedient auch Uengsterode.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1669
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
und 1692
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Die Kirche zu Laudenbach wird erneuert.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1756
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Trubenhausen ständiges Vikariat von Laudenbach.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1757
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
bis 1791
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach, Uengsterode und Trubenhausen verbunden.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1792
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
bis 1804
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach, Uengsterode und Hundelshausen verbunden.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1804
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
bis 1817
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach durch einen Kandidaten aus Großalmerode versehen.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Seitdem sind die Pfarrer zu Laudenbach auch für Uengsterode präsentiert.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1923
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach gehört zum Kirchenkreis Kaufungen.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1929
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach gehört zum Kirchenkreis Witzenhausen.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1945
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Nach dem Krieg ist Pfarrer Teichert lange Jahre als Seelsorger in Laudenbach tätig.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
  • Der gegenwärtige Seelsorger ist Pfarrer Armin Scheerschmidt.
  • Das Kirchweihfest (Kirmes) wird in Laudenbach traditionsgemäß im August gefeiert.

Katholische Kirche
Laudenbach gehört zur kath. Kirchengemeinde Mariä Namen, Kasseler Str. 28, in Großalmerode.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Brunnenanlage an der unteren Sälzer Straße
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Dorfbrunnen an der Sälzer Straße in Laudenbach
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Das ehem. Pfarrhaus in Laudenbach

Geschichte

Zahlen der Geschichte

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Die Sälzer Straße in Laudenbach
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach, Ortsausfahrt Richtung Weißenbach
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Blick vom „Kirmesweg" zum Heiligenberg (583 m)
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Blick von Westen auf Laudenbach vor dem Hohen Meißner, Mai 1967
Jahr Grundherrschaft und Grundbesitzer / geschichtl. Ereignis
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1297.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Die älteste bekannte Erwähnung von Laudenbach findet sich in einer Urkunde des
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Klosters Hersfeld aus dem Jahre 1297.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1326
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
In der Fehde zwischen Mainz und Hessen wird Laudenbach verbrannt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1327
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach ist zum Schloss Rusteberg lieferungspflichtig.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1348
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Hermann von Treffurt, Herr zu Spangenberg, tauscht mit dem Kloster Germerode
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Einkünfte zu Laudenbach.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1378
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Landgraf Hermann versetzt dem Werner von Hanstein seinen Teil am Dorf Laudenbach.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1382
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Landgraf Hermann versetzt dem Werner von Hanstein das Dorf Laudenbach.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1387
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Im Krieg 1386/87, wahrscheinlich bei einem Gefecht bei Laudenbach,
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
wird der thüringische Marschall Dietrich von Bernwalde auf der Flucht erschlagen.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Männer aus Laudenbach suchen und finden seinen Leichnam am 7. Januar 1387.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1416
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Werner von Felsberg vom Kloster Germerode mit Besitz in Laudenbach belehnt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1484
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Besitz des Klosters Germerode zu Laudenbach (bis 1527 nachgewiesen).
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1553
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Außer Hessen auch die von Felsberg in Laudenbach zinsberechtigt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1585
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Der seit diesem Jahr betriebene Bergbau (Braunkohle, Alaun, Wascherde)
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
wird neben dem Salzfahren ein wichtiger Erwerbszweig für Laudenbach.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1608
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Landgraf Otto, postulierter Administrator des Klosters Hersfeld verschreibt dem
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
hersfeldischen Hofmeister Philipp von Scholley Einkünfte aus Gütern zu Laudenbach.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1637
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Im Dreißigjährigen Krieg (1618–48) fällt Laudenbach 1637 dem sogenannten
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Kroatensturm zum Opfer, von dem es sich aber wieder erholt.
17.Jh.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Schon seit dem 17. Jahrhundert verfügt Laudenbach über eine eigene Schule.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1821
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach kommt durch Kurfürstliches Organisationsedikt mit dem Amt Lichtenau
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
zum neugebildeten Landkreis Witzenhausen
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1915
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Am 15. Dezember wird die normalspurige Nebenbahn Velmeden - Eichenberg
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
eröffnet. Laudenbach bekommt einen Bahnhof mit Anschlussgleis zu einer
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Verladestation.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1945
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach wird am 5./6. April 1945 von den Amerikanern besetzt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
In der Folgezeit müssen zahlreiche Flüchtlinge untergebracht und versorgt werden.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1973
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Am 3. Juni 1973 wird der Personenverkehr auf der Gelstertalbahn eingestellt.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
1974
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach wird Stadtteil von Großalmerode.

Der Sälzer Weg

Der Sälzer Weg, auch Sälzerweg, war eine Salzhandelsstraße in Hessen, die die Salzgewinnungsstadt Bad Sooden-Allendorf mit dem Rheingau verband. Zahlreiche archäologische Funde belegen eine Nutzung des Sälzer Wegs als Handelsstraße schon lange vor Christi Geburt.

Auf dem Sälzer Weg wurde Salz aus Bad Sooden-Allendorf über Hessisch Lichtenau durch den Rietforst zunächst nach Melsungen transportiert. Hier fand der Sälzer Weg Anschluss an die Handelsstraße „Nürnberger Straße“ und die Handels- und Heeresstraße „Durch die langen Hessen“. Ein Zweig bog in Treysa von der „Langen Hessen“ nach Westen ab und führte über die Gilserberger Höhen, Heimbach und Wohra nach Mellnau und weiter nach Westen.

Die Fuhrleute, die auf der Handelsstraße mit handgezogenen Karren und auf Eseln das Soodener Salz auslieferten, hießen Sälzer oder Hainer. Sie stammten meist aus den Dörfern des Hains, was bedeutet, dass sie aus dem für den Ackerbau ungünstigen Berggegend zwischen Meißner und Bad Sooden-Allendorf kamen. Besonders viele Fuhrleute stammten aus den Dörfern Orferode, Dudenrode, Hilgershausen, Hitzerode, Frankershausen und Frankenhain. Bekannt waren auch die Laudenbacher Frauen, die als Salzträgerinnen die Salzkötzen von Sooden bis Spangenberg schleppten.
Die alte Salzstraße zwischen Laudenbach und Weißenbach mit herrlicher Aussicht vom Dornbergpass wird auch „Kirmesweg" genannt.

Einwohnerzahlen

  • 1539
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    40 Mannschaften
  • 1575/85
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    69 Hausgesellschaften
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
  • 1681
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    75 Hausgesellschaften
  • 1747
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    114 Mannschaften
mit 106 Feuerstellen
  • 1781
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    572 Einwohner
  • 1834
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    890 Einwohner
  • 1852
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    825 Einwohner
  • 1875
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    783 Einwohner
  • 1895
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    836 Einwohner
  • 1905
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    881 Einwohner
  • 1925
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    920 Einwohner
  • 1950
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    1.271 Einwohner
  • 1961
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    1.247 Einwohner
(1.098 ev., 136 kath.)
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
  • 1970
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
    1.268 Einwohner [2]
    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Quelle: Historisches Ortslexikon des Landes Hessen

Ortsbeschreibung

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Die ehemalige Volksschule in Laudenbach
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Das Gasthaus „Zum Goldenen Stern" in Laudenbach

Beschreibung des Dorfes

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Laudenbach auf dem MTB 4724

Die Hauptstraße von Laudenbach ist die Brückenstraße (Landstraße 3238 von Trubenhausen nach Walburg). In der Ortsmitte biegt beim ehem. Gasthaus Hofsommer die Sälzer Straße (Kreisstraße 42 nach Weißenbach) nach Osten ab. Der alte Sälzer Weg ist in Laudenbach von sorgfältig renovierten Fachwerkhäusern gesäumt. Gegenüber der unteren Brunnenanlage steht das ehem. Pfarrhaus. Zwei weitere Dorfbrunnen mit Ruhebänken und Blumenschmuck befinden sich weiter oberhalb. Im Oberdorf hinter der Kirche gab es einst die Gaststätte „Zum Wissner" von Eschstruth. Zeitweise fand hier sogar Disco-Betrieb statt, bis das Gasthaus Anfang der 1980er Jahre geschlossen wurde.

Die ehemalige Volksschule, ein stattlicher Backsteinbau, steht an der Brückenstraße. Die Laudenbächer erinnern sich an die Lehrer Brede und Wichroth und an die Lehrerin Liebig. An der Hauptstraße stehen zwei stattliche Gasthöfe: der „Goldene Stern" wurde einst von der Familie Hofsommer betrieben (heute Kochinke). Das ehemalige Gasthaus Heinrich Lappe mit Metzgerei gehört heute Artur Leimeroth. Das Geschäft Doris und Werner Haas neben dem alten Gerichtsplatz „Unter den Linden" ist durch seine traditionelle Wurstherstellung überregional bekannt geworden. Auf dem Dorfanger sieht man noch die gut erhaltenen Reste einer Steinbank.

Die Straße nach Rommerode heißt heute „Weiße Gelster". In der Nähe des Festplatzes wurde 1980 das Dorfgemeinschaftshaus errichtet (Weiße Gelster 38). Am westlichen Ortsrand steht immer noch die Sandsteinbrücke der ehem. Gelstertalbahn, deren drei Bögen zu einem Wahrzeichen für das Dorf geworden sind. Das eigentliche Bahnhofsgelände am Epteröder Hang ist heute stark verändert. Im ehemaligen Gleisbereich wachsen Büsche und Bäume. Das Bahnhofsgebäude ist sorgfältig renoviert und kann nicht mehr ohne weiteres aufgesucht werden, weil es sich in Privatbesitz befindet. Unterhalb des Bahnhofs ist ein großes Neubaugebiet entstanden. In den letzten Jahrzehnten sind hier über 150 neue Siedlungshäuser gebaut worden. Im Unteren Meißnerblick gab es das Gasthaus „Arnold". Arnolds Peter wurde auch „der kleine Landrat" genannt.

Die Steinmühle und die Käsemühle liegen nördlich vom Dorf an der Landstraße nach Uengsterode. Historisch interessant sind die „Häuser an der Rutsche", denn hier befindet sich ein Industriedenkmal aus der Zeit des Kohlebergbaus am Meißner bei Bransrode. Die „Alte Bremsbahn" führte vom Wilhelmsstollen bei Bransrode ca. 3 km schnurgerade bergab ins Tal des Laudenbachs, wo die Kohle auf Fuhrwerke verladen wurde. Der Verlauf der „Rutschbahn" ist im Gelände noch gut auszumachen, insbesondere auf halber Strecke, wo die ehem. Förderbahn den „Kirmesweg" überquert.

Bahnhof

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Der Bahnhof von Laudenbach

Die „Gelstertalbahn" zweigte in Velmeden von der Strecke nach Großalmerode West ab und fiel in das Tal des Laudenbaches ab. Kurz vor dem Bahnhof Laudenbach wurde die Rommeroder Straße auf einem kleinen Viadukt überquert. Laudenbach (Krs. Witzenhausen) war Kreuzungsbahnhof, im Güterverkehr dominierte der Versand des Basaltwerkes Georg Köhler. Der bei Bransrode am Meißner gebrochene Basalt wurde bis 1972 mit einer Seilbahn zum Brecher befördert, der sich nördlich vom Bahnhof befand. Zur Übergabe an die DB soll eine kleine Lokomotive vorhanden gewesen sein. Zeitweise bestand auch ein Teerschotterwerk, das zur Herstellung von Straßendeckenmaterial Teer in geeigneten Kesselwagen erhielt. Monatlich 4-6 Talbootzüge, zusammengesetzt aus 30-40 Waggons, mit Grus, mittlerem Grus, Straßenteer oder Schotter, unter anderem für den Bahn- und Straßenbau, beladen, verließen den Bahnhof Laudenbach.

Zu Hausschlachtungen bezogen die Bauern große Mengen Zwiebeln, Weiß- und Rotkraut, nachdem Bestellungen aus den umliegenden Orten gesammelt worden waren. Eine weitere Besonderheit war der Versand von frischem Wildbret, das der Jagdpächter und Stellmacher Heinrich Wilhelm und dessen Sohn Rudolf Wilhelm als Bahneilgut nach Kassel zu der Feinkosthandlung Gebrüder Klippert, Wilhelmstraße, schickten. Durch den 330 m langen Albsliede-Tunnel erreicht die Strecke in stetem Gefälle den Spitzkehrenbahnhof Großalmerode Ost.
Das ist alles Vergangenheit. Der Verlauf der Bahntrasse ist im Gelände noch gut zu ekennen.
Im Bahnhof Laudenbach wohnt ein Lehrer, der den Güterschuppen zu einem Atelier umgebaut hat.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Verladestation des Basaltwerks Georg Köhler
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Teer- und Bitumen- Mischanlage der Fa. „Deutsche Asphalt"
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Südportal des Albsliede-Tunnels

Heinrich Pforr

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
Strickerinnen in der Essecke des Hauses Pforr
Artikel in der HNA am 25. Oktober 1980

In der herben Landschaft um den Hohen Meißner suchte er sich seine Motive zunächst mit Pferd und Wagen. Später, zu Anfang der 1930er Jahre, kutschierte ihn sein Sohn Karl mit einem Opel vom Typ P 4 durch die Gegend. Der Maler Heinrich Pforr aus Laudenbach war trotz Gehbehinderung beim Entdecken seiner Umwelt unermüdlich.

Am Sonntag vor hundert Jahren [3] wurde Pforr in dem Dorf am Fuß des Meißners geboren. Er ist das erstgeborene Kind der Eheleute Justin und Katharina Elise Pforr. Heinrich Pforr hatte noch zehn weitere Geschwister. Heinrich Pforr durchleidet in seiner Jugend eine Kinderlähmungserkrankung, mit der Folge einer lebenslangen Gehbehinderung. Als einer der renomiertesten Künstler der Region und Träger hoher Auszeichnungen starb er am 17. September 1970 in Hann. Münden. Mit einer Pforr-Ausstellung, die am Sonntag in der Rathaushalle eröffnet wird, gedenkt Münden Heinrich Pforrs. Ab 15. November gibt es im Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode eine Gedächtnisausstellung.

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Friedhöfe und Denkmale


Literatur

  • Manfred Lückert, „Der Meißner", Ein Leben mit dem Berg, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1. Auflage 2011, ISBN 978-3-86777-180-1
  • Wolfgang Koch, „Die Gelstertalbahn", Verlag Vogt GmbH, Hessisch Lichtenau 1985, ISBN 3-9800576-4-X
  • Karl Kollmann, „Frau Holle" und das Meißnervorland, Verlag F.W. Cordier, Heiligenstadt, 2. erweiterte Auflage 2012, ISBN 978-3-939848-32-5

Weblinks

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.


-->

Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der direkte Zugriff durch automatisierte Abfrage nicht mehr möglich.

Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung LAUACH_W3431
Name
  • Laudenbach
Typ
  • Dorf (- 1973-12-31)
  • Stadtteil (1974-01-01 -)
Postleitzahl
  • W3431 (- 1993-06-30)
  • 37247 (1993-07-01 -)
Webseite
Karte
   

TK25: 4724

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Großalmerode (1974-01-01 -) ( Stadt)

Reichenbach, Lichtenau (1813-10-01 - 1821-12-31) ( Amt) Quelle

Lichtenau, Lichtenau (1807-08-18 - 1813-09-30) ( Kanton) Quelle Quelle

Reichenbach, Lichtenau (- 1807-08-17) ( Amt) Quelle

Eschwege (1849-02-01 - 1851-07-06) ( Bezirk) Quelle

Witzenhausen (1851-07-07 - 1973-12-31) ( KreisLandkreis) Quelle

Witzenhausen (1822-01-01 - 1849-01-31) ( KreisLandkreis) Quelle Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Reichsmodellbauschule, Heilstätte am Meißner
         Gebäude
MEITTE_W3431 (1933 -)


Quellen, Einzelnachweise

  1. Schmidt, UB Eichsfeld Nr. 764
  2. 2,0 2,1 Historisches Ortslexikon des Landes Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Heft 1, Kreis Witzenhausen, bearbeitet von Waldemar Küther, Elwertsche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1973
  3. 26. Oktober 1880