Laudenbach (Großalmerode)
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Laudenbach ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Laudenbach. |
. .Großalmerode.. ..Epterode.. ..Rommerode.. .. Uengsterode . . Trubenhausen. . . Weißenbach.. ..Bransrode.. ..Kaufunger Wald.. ..Meißner..
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- Hierarchie
> Großalmerode > Laudenbach
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Einleitung
Laudenbach ist ein Ortsteilteil der Stadt Großalmerode im hessischen Werra-Meißner-Kreis. Die Ortschaft mit heute über 1.200 Einwohnern war bis 1974 eine eigenständige Gemeinde. Laudenbach liegt etwa 3,5 km südöstlich von Großalmerode in einem eigenen Tal am Westfuß des Hohen Meißners. Es wird vom Gelster-Zufluss Laudenbach durchflossen. Der Spitzname der Laudenbächer ist
„die Kriemelkuchen" (Streuselkuchen), auch Schlüttenschisser oder Stünze.
Name
- 1297 Luthen-, Lutenbach 1297 [1]
- 1327 Ludenbach
- 1378 Ludinbach
- 1484 Luderbach, -bech
- 1553 Laude-, Laudenbach, Lautenpach
- 1575/85 Ludebach
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Angaben zum Ort
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Kirchliche Einteilung / Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Die spätgotische Pfarrkirche (eclesia parrochialis) von Laudenbach steht auf einer rundummauerten Anhöhe in der Mitte des alten Dorfes, das, wie in der Meißnergegend üblich, ein unregelmäßiges Straßennetz aufweist (Haufendorf). Das Pfarrhaus steht nicht weit entfernt an der Sälzer Straße.
Jahr Pfarrzugehörigkeit Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1397.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLandgraf Hermann präsentiert dem Offizial des Propstes von St. Peter in FritzlarFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenseinen Kaplan zur Pfarrkirche Laudenbach und in Velmeden.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1526Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenNach der Homberger Synode wird Laudenbach mit der Landgrafschaft HessenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenprotestantisch.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1544Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenDer erste evangelische Pfarrer in Laudenbach ist Joh. Lepper (bis 1555/56).Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1454Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenDer Kirchhof wird angelegt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1569Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenund 1781Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenAls Patron der Pfarrkirche zu Laudenbach wird der Landgraf genannt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1451Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach ist Mutterkirche mit der Filiale Velmeden.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1569Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach mit Filiale Hausen.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1620Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach mit Filiale Hausen bedient auch Uengsterode.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1669Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenund 1692Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenDie Kirche zu Laudenbach wird erneuert.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1756Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenTrubenhausen ständiges Vikariat von Laudenbach.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1757Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenbis 1791Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach, Uengsterode und Trubenhausen verbunden.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1792Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenbis 1804Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach, Uengsterode und Hundelshausen verbunden.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1804Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenbis 1817Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach durch einen Kandidaten aus Großalmerode versehen.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenSeitdem sind die Pfarrer zu Laudenbach auch für Uengsterode präsentiert.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1923Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach gehört zum Kirchenkreis Kaufungen.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1929Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach gehört zum Kirchenkreis Witzenhausen.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1945Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenNach dem Krieg ist Pfarrer Teichert lange Jahre als Seelsorger in Laudenbach tätig.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
- Der gegenwärtige Seelsorger ist Pfarrer Armin Scheerschmidt.
- Das Kirchweihfest (Kirmes) wird in Laudenbach traditionsgemäß im August gefeiert.
Katholische Kirche
Laudenbach gehört zur kath. Kirchengemeinde Mariä Namen, Kasseler Str. 28, in Großalmerode.
Geschichte
Zahlen der Geschichte
Jahr Grundherrschaft und Grundbesitzer / geschichtl. Ereignis Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1297.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenDie älteste bekannte Erwähnung von Laudenbach findet sich in einer Urkunde desFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenKlosters Hersfeld aus dem Jahre 1297.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1326Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenIn der Fehde zwischen Mainz und Hessen wird Laudenbach verbrannt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1327Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach ist zum Schloss Rusteberg lieferungspflichtig.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1348Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenHermann von Treffurt, Herr zu Spangenberg, tauscht mit dem Kloster GermerodeFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenEinkünfte zu Laudenbach.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1378Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLandgraf Hermann versetzt dem Werner von Hanstein seinen Teil am Dorf Laudenbach.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1382Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLandgraf Hermann versetzt dem Werner von Hanstein das Dorf Laudenbach.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1387Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenIm Krieg 1386/87, wahrscheinlich bei einem Gefecht bei Laudenbach,Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenwird der thüringische Marschall Dietrich von Bernwalde auf der Flucht erschlagen.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenMänner aus Laudenbach suchen und finden seinen Leichnam am 7. Januar 1387.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1416Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenWerner von Felsberg vom Kloster Germerode mit Besitz in Laudenbach belehnt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1484Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenBesitz des Klosters Germerode zu Laudenbach (bis 1527 nachgewiesen).Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1553Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenAußer Hessen auch die von Felsberg in Laudenbach zinsberechtigt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1585Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenDer seit diesem Jahr betriebene Bergbau (Braunkohle, Alaun, Wascherde)Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenwird neben dem Salzfahren ein wichtiger Erwerbszweig für Laudenbach.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1608Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLandgraf Otto, postulierter Administrator des Klosters Hersfeld verschreibt demFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenhersfeldischen Hofmeister Philipp von Scholley Einkünfte aus Gütern zu Laudenbach.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1637Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenIm Dreißigjährigen Krieg (1618–48) fällt Laudenbach 1637 dem sogenanntenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenKroatensturm zum Opfer, von dem es sich aber wieder erholt.17.Jh. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenSchon seit dem 17. Jahrhundert verfügt Laudenbach über eine eigene Schule.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1821Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach kommt durch Kurfürstliches Organisationsedikt mit dem Amt LichtenauFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenzum neugebildeten Landkreis WitzenhausenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1915Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenAm 15. Dezember wird die normalspurige Nebenbahn Velmeden - EichenbergFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandeneröffnet. Laudenbach bekommt einen Bahnhof mit Anschlussgleis zu einerFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenVerladestation.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1945Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach wird am 5./6. April 1945 von den Amerikanern besetzt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenIn der Folgezeit müssen zahlreiche Flüchtlinge untergebracht und versorgt werden.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1973Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenAm 3. Juni 1973 wird der Personenverkehr auf der Gelstertalbahn eingestellt.Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1974Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenLaudenbach wird Stadtteil von Großalmerode.
Der Sälzer Weg
Der Sälzer Weg, auch Sälzerweg, war eine Salzhandelsstraße in Hessen, die die Salzgewinnungsstadt Bad Sooden-Allendorf mit dem Rheingau verband. Zahlreiche archäologische Funde belegen eine Nutzung des Sälzer Wegs als Handelsstraße schon lange vor Christi Geburt.
Auf dem Sälzer Weg wurde Salz aus Bad Sooden-Allendorf über Hessisch Lichtenau durch den Rietforst zunächst nach Melsungen transportiert. Hier fand der Sälzer Weg Anschluss an die Handelsstraße „Nürnberger Straße“ und die Handels- und Heeresstraße „Durch die langen Hessen“. Ein Zweig bog in Treysa von der „Langen Hessen“ nach Westen ab und führte über die Gilserberger Höhen, Heimbach und Wohra nach Mellnau und weiter nach Westen.
Die Fuhrleute, die auf der Handelsstraße mit handgezogenen Karren und auf Eseln das Soodener Salz auslieferten, hießen Sälzer oder Hainer. Sie stammten meist aus den Dörfern des Hains, was bedeutet, dass sie aus dem für den Ackerbau ungünstigen Berggegend zwischen Meißner und Bad Sooden-Allendorf kamen. Besonders viele Fuhrleute stammten aus den Dörfern Orferode, Dudenrode, Hilgershausen, Hitzerode, Frankershausen und Frankenhain. Bekannt waren auch die Laudenbacher Frauen, die als Salzträgerinnen die Salzkötzen von Sooden bis Spangenberg schleppten.
Die alte Salzstraße zwischen Laudenbach und Weißenbach mit herrlicher Aussicht vom Dornbergpass wird auch „Kirmesweg" genannt.
Einwohnerzahlen
- 1539Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden40 Mannschaften
- 1575/85Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden69 HausgesellschaftenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
- 1681Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden75 Hausgesellschaften
- 1747Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden114 Mannschaften
- mit 106 Feuerstellen
- 1781Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden572 Einwohner
- 1834Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden890 Einwohner
- 1852Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden825 Einwohner
- 1875Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden783 Einwohner
- 1895Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden836 Einwohner
- 1905Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden881 Einwohner
- 1925Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden920 Einwohner
- 1950Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1.271 Einwohner
- 1961Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1.247 Einwohner
- (1.098 ev., 136 kath.)Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhandenFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
- (1.098 ev., 136 kath.)
- 1970Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden1.268 Einwohner [2]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei nicht vorhanden
- 1539
- Quelle: Historisches Ortslexikon des Landes Hessen
Ortsbeschreibung
Beschreibung des Dorfes
Die Hauptstraße von Laudenbach ist die Brückenstraße (Landstraße 3238 von Trubenhausen nach Walburg). In der Ortsmitte biegt beim ehem. Gasthaus Hofsommer die Sälzer Straße (Kreisstraße 42 nach Weißenbach) nach Osten ab. Der alte Sälzer Weg ist in Laudenbach von sorgfältig renovierten Fachwerkhäusern gesäumt. Gegenüber der unteren Brunnenanlage steht das ehem. Pfarrhaus. Zwei weitere Dorfbrunnen mit Ruhebänken und Blumenschmuck befinden sich weiter oberhalb. Im Oberdorf hinter der Kirche gab es einst die Gaststätte „Zum Wissner" von Eschstruth. Zeitweise fand hier sogar Disco-Betrieb statt, bis das Gasthaus Anfang der 1980er Jahre geschlossen wurde.
Die ehemalige Volksschule, ein stattlicher Backsteinbau, steht an der Brückenstraße. Die Laudenbächer erinnern sich an die Lehrer Brede und Wichroth und an die Lehrerin Liebig. An der Hauptstraße stehen zwei stattliche Gasthöfe: der „Goldene Stern" wurde einst von der Familie Hofsommer betrieben (heute Kochinke). Das ehemalige Gasthaus Heinrich Lappe mit Metzgerei gehört heute Artur Leimeroth. Das Geschäft Doris und Werner Haas neben dem alten Gerichtsplatz „Unter den Linden" ist durch seine traditionelle Wurstherstellung überregional bekannt geworden. Auf dem Dorfanger sieht man noch die gut erhaltenen Reste einer Steinbank.
Die Straße nach Rommerode heißt heute „Weiße Gelster". In der Nähe des Festplatzes wurde 1980 das Dorfgemeinschaftshaus errichtet (Weiße Gelster 38). Am westlichen Ortsrand steht immer noch die Sandsteinbrücke der ehem. Gelstertalbahn, deren drei Bögen zu einem Wahrzeichen für das Dorf geworden sind. Das eigentliche Bahnhofsgelände am Epteröder Hang ist heute stark verändert. Im ehemaligen Gleisbereich wachsen Büsche und Bäume. Das Bahnhofsgebäude ist sorgfältig renoviert und kann nicht mehr ohne weiteres aufgesucht werden, weil es sich in Privatbesitz befindet. Unterhalb des Bahnhofs ist ein großes Neubaugebiet entstanden. In den letzten Jahrzehnten sind hier über 150 neue Siedlungshäuser gebaut worden. Im Unteren Meißnerblick gab es das Gasthaus „Arnold". Arnolds Peter wurde auch „der kleine Landrat" genannt.
Die Steinmühle und die Käsemühle liegen nördlich vom Dorf an der Landstraße nach Uengsterode. Historisch interessant sind die „Häuser an der Rutsche", denn hier befindet sich ein Industriedenkmal aus der Zeit des Kohlebergbaus am Meißner bei Bransrode. Die „Alte Bremsbahn" führte vom Wilhelmsstollen bei Bransrode ca. 3 km schnurgerade bergab ins Tal des Laudenbachs, wo die Kohle auf Fuhrwerke verladen wurde. Der Verlauf der „Rutschbahn" ist im Gelände noch gut auszumachen, insbesondere auf halber Strecke, wo die ehem. Förderbahn den „Kirmesweg" überquert.
Bahnhof
Die „Gelstertalbahn" zweigte in Velmeden von der Strecke nach Großalmerode West ab und fiel in das Tal des Laudenbaches ab. Kurz vor dem Bahnhof Laudenbach wurde die Rommeroder Straße auf einem kleinen Viadukt überquert. Laudenbach (Krs. Witzenhausen) war Kreuzungsbahnhof, im Güterverkehr dominierte der Versand des Basaltwerkes Georg Köhler. Der bei Bransrode am Meißner gebrochene Basalt wurde bis 1972 mit einer Seilbahn zum Brecher befördert, der sich nördlich vom Bahnhof befand. Zur Übergabe an die DB soll eine kleine Lokomotive vorhanden gewesen sein. Zeitweise bestand auch ein Teerschotterwerk, das zur Herstellung von Straßendeckenmaterial Teer in geeigneten Kesselwagen erhielt. Monatlich 4-6 Talbootzüge, zusammengesetzt aus 30-40 Waggons, mit Grus, mittlerem Grus, Straßenteer oder Schotter, unter anderem für den Bahn- und Straßenbau, beladen, verließen den Bahnhof Laudenbach.
Zu Hausschlachtungen bezogen die Bauern große Mengen Zwiebeln, Weiß- und Rotkraut, nachdem Bestellungen aus den umliegenden Orten gesammelt worden waren. Eine weitere Besonderheit war der Versand von frischem Wildbret, das der Jagdpächter und Stellmacher Heinrich Wilhelm und dessen Sohn Rudolf Wilhelm als Bahneilgut nach Kassel zu der Feinkosthandlung Gebrüder Klippert, Wilhelmstraße, schickten. Durch den 330 m langen Albsliede-Tunnel erreicht die Strecke in stetem Gefälle den Spitzkehrenbahnhof Großalmerode Ost.
Das ist alles Vergangenheit. Der Verlauf der Bahntrasse ist im Gelände noch gut zu ekennen.
Im Bahnhof Laudenbach wohnt ein Lehrer, der den Güterschuppen zu einem Atelier umgebaut hat.
Heinrich Pforr
- Artikel in der HNA am 25. Oktober 1980
In der herben Landschaft um den Hohen Meißner suchte er sich seine Motive zunächst mit Pferd und Wagen. Später, zu Anfang der 1930er Jahre, kutschierte ihn sein Sohn Karl mit einem Opel vom Typ P 4 durch die Gegend. Der Maler Heinrich Pforr aus Laudenbach war trotz Gehbehinderung beim Entdecken seiner Umwelt unermüdlich.
Am Sonntag vor hundert Jahren [3] wurde Pforr in dem Dorf am Fuß des Meißners geboren. Er ist das erstgeborene Kind der Eheleute Justin und Katharina Elise Pforr. Heinrich Pforr hatte noch zehn weitere Geschwister. Heinrich Pforr durchleidet in seiner Jugend eine Kinderlähmungserkrankung, mit der Folge einer lebenslangen Gehbehinderung. Als einer der renomiertesten Künstler der Region und Träger hoher Auszeichnungen starb er am 17. September 1970 in Hann. Münden. Mit einer Pforr-Ausstellung, die am Sonntag in der Rathaushalle eröffnet wird, gedenkt Münden Heinrich Pforrs. Ab 15. November gibt es im Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode eine Gedächtnisausstellung.
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
Friedhöfe und Denkmale
- Friedhof Großalmerode-Laudenbach (Werra-Meißner-Kreis) im Grabstein-Projekt des Vereins für Computergenealogie e.V.
Literatur
- Manfred Lückert, „Der Meißner", Ein Leben mit dem Berg, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1. Auflage 2011, ISBN 978-3-86777-180-1
- Wolfgang Koch, „Die Gelstertalbahn", Verlag Vogt GmbH, Hessisch Lichtenau 1985, ISBN 3-9800576-4-X
- Karl Kollmann, „Frau Holle" und das Meißnervorland, Verlag F.W. Cordier, Heiligenstadt, 2. erweiterte Auflage 2012, ISBN 978-3-939848-32-5
Weblinks
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Daten aus dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | LAUACH_W3431 | ||||||||
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Großalmerode (1974-01-01 -) ( Stadt) Reichenbach, Lichtenau (1813-10-01 - 1821-12-31) ( Amt) Quelle Lichtenau, Lichtenau (1807-08-18 - 1813-09-30) ( Kanton) Quelle Quelle Reichenbach, Lichtenau (- 1807-08-17) ( Amt) Quelle Eschwege (1849-02-01 - 1851-07-06) ( Bezirk) Quelle Witzenhausen (1851-07-07 - 1973-12-31) ( KreisLandkreis) Quelle Witzenhausen (1822-01-01 - 1849-01-31) ( KreisLandkreis) Quelle Quelle |
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