Stiftung Stoye/Band 48/228
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Gentzsch Martin Gentzsch Testament der Witwe Martha Stadtgerichte Leisnig Band 14, Nr. 3 [1683] 07.02.1683. Frau Martha, weiland Martin Gentzschens Bürgers und Leinewebers allhier nachgelaßene Witwe, bittet den Stadtschreiber Christian Heßel, Not. Publ., zu sich in die Wohnung ihres Stiefsohnes Martin Gentzsch, um ihren letzten Willen kund zu tun. Zuallererst wünscht sie sich christlichen Gebrauchs nach zur Erden bestattet zu werden. Danach setzt sie ihren Stiefsohn Martin Gentzsch und dessen Tochter Maria Elisabeth zu Erben ein, weil sie alß eine außländische und Frembde, von nahen Anverwandten und Befreundeten sonst niemanden näher habe. Gentzsch erhält sofort 50 Gulden, über die er frei verfügen kann, den Rest erst nach ihren Ableben, wovon er auch das Begräbnis bezahlen soll. Auch soll er der Stadtkirche von ihrer Barschaft ein gutes Schock bezahlen. Die Tochter Maria Elisabeth soll all ihre Fahrnüß außer den wenigen Gerade-Stücken, an Betten und Leinengeräten und was etwa sich sonst noch finden möchte, bekommen. Die Witwe hatte außerdem noch 20 Gulden samt Zinsen, die bei Andreas Buxbaum stehen, zu fordern, die ihr nach dem Absterben ihres 1. Ehemannes Gregor Petzold als Erbe zugefallen waren. Dieses Kapital soll ihrem Stiefkind und den Kindeskindern aus ihrer 1. Ehe zukommen. Diese sind Barbara, Martin Schieferdeckers Witwe, Gottfried Petzolds und Christian Petzolds, beyden seel. nachgelaßenen Kindern, auff dreytheil legiret undt beschieden haben, guter Hoffnung, sie würden hieraus ihr guthes Gemüth gegen Sie erkennen. Diesen ihren letzten Willen soll der Stadtschreiber zu Papier bringen, aber sie behält sich auch ausdrücklich vor, diesen ihren letzten Willen nach Gelegenheit zu ändern, zu mindern und zu mehren, oder auch ganz und gar wieder aufzuheben. Gez.: Christianus Heßell, Sacr. Imperatoria Autoritate Notarius juratus in fidem plenistinam subscribit, mpp. Martin Öhmichen als erbetener Beistand; Zeugen Elias Koch, Christian Felber, Hanß Kamprad, Thomas Kamprad, Samuel Gentzsch, Daniel Kampradt. Das Testament wurde nach Absterben von Frau Marthen, Martin Gentzschens selig Witwe, am Freitag vor Pfingsten den 5. Juni Ao. 1685 publiziert. Aus dem Traubuch Traubuch Leisnig 1638, Seite, Nr. Zum 3. Mahl, Ostermontag, Quasimodogeniti, Misericordias, der Ehrsame Junggeselle Samuel Gentzsch, des erbarn Urban Gentzschens Bürgers und Leinewebers alhier seel. eheleibl. Sohn und Jfr. Maria, des Erbarn Martin Kamprats seel. weyl. Bürgers und Leinewebers alhier nachgelaßene Tochter copuliret den 8. Aprilis. Gentzsch; Martin, juv, Leineweber, V.: Urban Gentzsch, †, Leineweber. Gaudlitz; Christina, V.: Urban, †, Leineweber, (o ) 23. post Trin. 1644 (= 24. Nov.), cop. o 28.11.1644. 228 | |
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