Bischofsburg
Hierarchie
Regional > Historisches Territorium > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Allenstein > Landkreis Rößel
Einleitung
Bischofsburg ist eine Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska). Sie liegt im prußischen Stammesgebiet Barta im Kreis Rößel an der Bahnlinie Rotfließ - Sensburg. Die Stadt war Sitz des Landrates des Kreises Rößel. Wegen der unfruchtbaren, sandigen Umgebung blieb sie klein und wenig anziehend.
Wappen
Das Wappen hat in Rot eine silberne, von einer Ringmauer umschlossene Burg mit breitem Mittelhaus zwischen zwei runden Zinnentürmen. Die Ringmauer ist an der Torstelle mit einem gelehnten Schild belegt, in ihm ein silberner Stufengiebel; über dem Schild schwebt eine goldene Bischofsmütze.
Allgemeine Information
Politische Einteilung
- 15.11.1928: Eingliederung des Gutsbezirks Sadlowo, Forst in die Stadtgemeinde Bischofsburg.Das Oberförstereidienstgehöft nebst dem dazugehörigen Forstsekretärdienstgehöft sowie die Försterei Labuch, soweit sie nicht bereits zur Stadtgemeinde Bischofsburg gehört, einschließlich der Jagen 98/99/100 und des Wengoyer Sees. Ferner das alte Revierteil der Försterei Lipowo nebst dem Dienstgehöft ausschließlich der Jagen 98/99/100.[1]
Einwohner
1939: 7.755
Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
Evangelische Kirchen
- Die Stadt Bischofstein gehörte zum Evangelisches Kirchenspiel Bischofsburg.
Kirche
- In Bischofsburg entstand die erste evangelische Kirche des Ermlandes.
- 1846 wird die Kirche des Ermlandes eingeweiht. Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit Apsis.
Katholische Kirchen
- Die Stadtgemeinde Bischofstein gehörte zum Kirchspiel St. Matthias, welches 1346 gegründet.
- Für die noch existierenden Dokumente des Kirchenspiels siehe: Kirchbuchbestände Bischofstein
- Da die Kirchenbücher von Bischofstein verloren gegangen sind, kann man auch in dem Buch "Bewohner des Kirchspiels von Bischofstein im Ermland zwischen 1300 und 1900" von Karl.M. Brauer viele Namen von Personen des Kirchenspiels finden. Man kann Teile des Buches in Google finden, siehe diesen Link Digitalisat der Google Buchsuche (bMfY7xnyh1QC)
Geschichte
- 1389 Erwähnung einer Burg, die wie das hier vorher bestehende Wacht- und Wildhaus, die alte Handelsstraße Königsberg — Warschau gegen die Einfälle der Litauer schützen sollte.
- 1395 Handfeste durch den ermländischen Bischof Heinrich III. Sorbom.
- Im Ständekrieg (1454—1466) wurden Schloss und Stadt vollständig zerstört, nur die Stadt wurde wieder aufgebaut.
- 1709-1711 Pest: über 1000 Bürger werden dahingerafft.
- 1709.26. Okt.-Febr. 1710. Pest in Bischofsburg. In das Bischofsburger Sterbegister werden 63 Personen eingetragen.
- 1710.10. Juli-Anf. Okt. 1710. Pest in Bischofsburg In das Bischofsburger Sterberegister werden 96 Personen eingetragen.
- 1757 Die Russen fallen im Sommer (im Siebenjährigen Krieg) unter Graf Fermor und Feldmarschall Graf Apraxin in Ostpreußen ein. Zarin Elisabeth I. erklärt durch Patent vom 31. Dezember 1757 Ostpreußen als russisches Eigentum.
- 1758 Jan. Eine russische Armee unter Graf Fermor besetzt kampflos das ungeschützte Ostpreußen.
- 1762 Nach dem Tod der Zarin Elisabeth (5.1.1762) kommt es unter ihrem Nachfolger, Zar Peter III., zum Frieden mit Preußen (5.5.1762 Vertrag von St. Petersburg). Russland gibt ohne Entschädigung die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Die Russen ziehen ab, Bischofsburg wird wieder preußisch.
- Ab 1862 war die Stadt Kreissitz des Kreises Rößel.
Genealogische und historische Quellen
Genealogische Quellen
Adressbücher
- Ortsindex der Online-Adressbücher
- Einträge aus Bischofsburg in dem Adressbuch Rößel 1939.
Bibliografie
- Volltextsuche nach Ortsname in der Familienkundlichen Literaturdatenbank
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Historische Bibliografie
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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | BISURGKO03LU | ||||||||
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| externe Kennung |
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| Karte |
TK25: 2191 |
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| Zugehörigkeit | |||||||||
| Übergeordnete Objekte |
Bischofsburg (St. Johannes d. Täufer), Bischofsburg, Biskupiec Reszelski (Parafia św. Jana Chrzciciela) (1907) ( Pfarrei) Quelle S.270/271 Bischofsburg (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.270/271 Biskupiec (1999 -) ( Stadt- und Landgemeinde PL) Quelle Biskupiec ( Stadt- und Landgemeinde PL) Bischofsburg (1887) ( Stadt) |
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| Untergeordnete Objekte |
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Fußnoten
| Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk Allenstein (Provinz Ostpreußen) | |
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Stadtkreis: Allenstein Landkreise: Allenstein | Johannisburg | Lötzen | Lyck | Neidenburg | Ortelsburg | Osterode | Rößel | Sensburg |
