Schwenzeln
Hierarchie
Regional > Litauen > Schwenzeln
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Schwenzeln
Einleitung
Schwenzeln, 1540 Schwentzell, auch Schwentzeln, Kreis Memel, Ostpreußen.
- Zur Gemeinde gehört Schwenzelner Moor.
- Mittenwalde (Kr.Memel) war bis 1890 ein selbständiges Gut, wurde dann zu Schwenzeln geschlagen.
Geschichte
- 1509 Andres Pellegk/ Rosteszill erhält den Krug zu Schwenzeln sowie die Fischereiberechtigung auf dem Schwenzel zu Kulmischem Recht zum Jahreszins von 8 Mark, [1]
- Der Begriff „kölmisch“ bezieht sich auf die Stadt Kulm:
Kulmische Handfeste heißt die 1233 erlassene Verfassung des Ordenslandes Preußen, durch die Rechte und Freiheiten der neuen Gemeinden gesichert wurden. Grundlage war das Magdeburgische Stadtrecht. Der Orden behielt die Monopole auf Salz, Gold, Silber, See, Jagd und Fischerei.
Das kulmische Recht galt überall außer in großen Städten wie Elbing, Braunsberg, Frauenburg, Memel, wo lübisches Recht nach der Stadt Lübeck galt.
Bauern -meist Deutsche-, die nach kulmischem Recht eingestuft waren, hießen Kölmer oder Cölmer. Ihre Besitzungen wurden „kölmisch“ genannt. Aus den Kölmern ging später die Schicht der Gutsherren hervor. Das kölmische Recht war besser als das magdeburgische. Einheimische Prußen und zugewanderte Szameiten und Litauer wurden nach dem schlechteren preußischen Recht eingestuft, aber es war immerhin eine Rechtsgrundlage, auf die man sich verlassen konnte. Deshalb zog es auch viele Flüchtlinge aus Polnisch-Litauen an, die dort unter der Willkürherrschaft des Adels zu leiden hatten. Obwohl sie von ihrer Obrigkeit zurückgefordert wurden, behielten die Ordensleute sie meist unter ihrem Schutz.
- ↑ Gerhard Willoweit, Die Wirtschaftsgeschichte des Memelgebiets, Marburg (Lahn) 1969
Politische Einteilung
1940 ist Schwenzeln ein Dorf in der Gemeinde Drawöhnen.
Kirchliche Zugehörigkeit
Evangelische Kirche
Schwenzeln gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Prökuls.
Katholische Kirche
Schwenzeln gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.
Standesamt
Schwenzeln gehörte 1888 und 1907 zum Standesamt Prökuls.
Bewohner
Verschiedenes
Karten
Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| GOV-Kennung | SCHELNKO05PL | ||||
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| externe Kennung |
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| Karte |
TK25: 0593 |
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| Zugehörigkeit | |||||
| Übergeordnete Objekte |
Schwenzeln, Svencelė ( LandgemeindeGemeinde) Quelle Prökuls II (1907) ( Kirchspiel) Quelle S.160/161 Memel, Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Klaipėda (1907) ( Pfarrei) Quelle S.160/161 Priekulė, Priekulės seniūnija (1995 -) ( Gemeindebezirk) |
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| Untergeordnete Objekte |
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