Liebstadt (Ostpreußen): Unterschied zwischen den Versionen

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===Name===
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Die Übersetzung von prußisch Milde zu deutsch Liebe ist eine Fehldeutung, denn der prußische Name bezieht sich auf Sumpfpflanzen.
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*prußisch '''"meldas"''' = Sumpfgras
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* '''"meldris"''' = Binse
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*litauisch '''"melda, meldas"''' = Schilf, Sumpfbinse, Teichbinse, Pferdebinse
*litauisch '''"melda, meldas"''' = Schilf, Sumpfbinse, Teichbinse, Pferdebinse
*lettisch '''"meldi, meldri"''' = Binsen
*lettisch '''"meldi, meldri"''' = Binsen
'''Urkundliche Erwähnungen (Fluss):'''
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*1296 gerichte czum flisse Mildige, Mildie
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* '''20.01.1866''': Aus dem [[Landkreis Allenstein]] wurden 83 Thlr 19 Sgr und 7 Pf für den Bau einer katholischen Kirche in Liebstadt gesammelt.
* '''20.01.1866''': Aus dem [[Landkreis Allenstein]] wurden 83 Thlr 19 Sgr und 7 Pf für den Bau einer katholischen Kirche in Liebstadt gesammelt.
* '''07.02.1867''': Aus den Ortschaften [[Alt Kockendorf]], [[Preylowen|Preilowen]], [[Lykusen (Kreis Allenstein)|Lykusen]], [[Rentienen]], [[Redigkainen|Reddigkainen]], [[Süssenthal]], [[Woppen (Kreis Allenstein)|Woppen]], [[Micken]], [[Leynau (Kreis Allenstein)|Leynau]], [[Mauden (Kreis Allenstein)|Mauden]], [[Woritten (Kreis Allenstein)|Woritten]], [[Alt Wartenburg]], [[Pupkeim]] aus dem [[Landkreis Allenstein]] wurden 22 Thlr 10 Sgr und 4 Pf für den Bau einer katholischen Kirche in Liebstadt gesammelt.<ref>AK 1867, S. 43</ref>
* '''07.02.1867''': Aus den Ortschaften [[Alt Kockendorf]], [[Preylowen|Preilowen]], [[Lykusen (Kreis Allenstein)|Lykusen]], [[Rentienen]], [[Redigkainen|Reddigkainen]], [[Süssenthal]], [[Woppen (Kreis Allenstein)|Woppen]], [[Micken]], [[Leynau (Kreis Allenstein)|Leynau]], [[Mauden (Kreis Allenstein)|Mauden]], [[Woritten (Kreis Allenstein)|Woritten]], [[Alt Wartenburg]], [[Pupkeim]] aus dem [[Landkreis Allenstein]] wurden 22 Thlr 10 Sgr und 4 Pf für den Bau einer katholischen Kirche in Liebstadt gesammelt.<ref>AK 1867, S. 43</ref>
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= Genealogische und historische Quellen =
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siehe: [[Ostpreußen/Genealogische Quellen/Sonstiges Kreis Mohrungen]]
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=== Genealogische Bibliografie ===
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*'''Treschus''', geb. 1733, gest. 1804 in Mohrungen, Lehrer von Herder und Diakonus in Mohrungen
*'''Treschus''', geb. 1733, gest. 1804 in Mohrungen, Lehrer von Herder und Diakonus in Mohrungen


== Archive und Bibliotheken ==
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=== Archive ===
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=== Heimat- und Volkskunde ===
==== Persönlichkeiten ====
Edmund Grigoleit: '''Die ostpreußischen Amtmänner im Jahre 1755,''' in: Archiv für Sippenforschung, 29. Jg. Aug. 1963, H. 11, S. 178.
 
'''Johann Friedrich List''' 1747 bis 1759.
Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, '''Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten.''' in: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., 1922, Heft 4. (Die Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).
'''Arndt,''' Referendar, zum Adeligen Gerichtsschreiber beim Justizkollegium in Liebstadt 31.8./11.9.1761.
 
'''Bertram,''' Kreiskalkulator in Mohrungen, zum Kreissteuereinnehmer in den Ämtern Pr. Holland, Liebstadt und Mohrungen 17./28.8.1761.
 
'''Bredenberg, Martin Christian,''' Billetschreiber, zum Ratsverwandten und Billetier in Liebstadt 28.8./8.9.1761.
 
'''Feege,''' gewesener Prediger in Philippi, zum Diakonadjunkt in Liebstadt, 15./25.3.1762.
 
'''Peckock, Johann Martin,''' Richter und Stadtschreiber in Bischofswerder, zum Richter und Stadtschreiber in Liebstadt 4./15.8.1758.
 
'''Pohl,''' Kantor in Liebstadt, zum Diakon in Soldau 21.10./...
 
'''Schultz,''' Amtsmeier, zum Akzisevisitator in Liebstadt 3./14.8.1761.
 
'''Springer, Christian,''' Wirtschaftschreiber, zum Amtmann in Liebstadt 19./30.5.1761.
 
*'''Treschus''', geb. 1733, gest. 1804 in Mohrungen, Lehrer von Herder und Diakonus in Mohrungen
<!-- === Auswanderungen === -->
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== Weblinks ==
= Weblinks =
=== Offizielle Webseiten ===
=== Offizielle Webseiten ===
=== Genealogische Webseiten ===
=== Genealogische Webseiten ===
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==Zufallsfunde==
=Zufallsfunde=
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man ''[[Zufallsfund]]e''. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über [[toter Punkt|tote Punkte]] in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.
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=Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote=
==Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote==
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
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==Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis==
=Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis=
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== Fußnoten ==
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Version vom 14. Juni 2014, 16:40 Uhr

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Mohrungen

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Wappen Landkreis Mohrungen


Info
Wappen Landkreis Mohrungen.jpg

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Hierarchie

Regional > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Königsberg > Landkreis Mohrungen > Liebstadt

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Ostpreußenkarte um 1925


Einleitung

Allgemeine Information

Wappen Liebstadt

Liebstadt war eine Stadt im Landkreis Mohrungen. Sie liegt an der Liebe, einem Nebenfluss der Passarge.
Der Ortsname bezieht sich auf den Fluss Liebe, der prußisch Milde hieß.
Das Wappen der Stadt zeigt in Silber auf grünem Boden einen stehenden, goldbewehrten roten Hirsch.
Seit 1945 gehört die Stadt zu Polen und heißt auf polnisch Miłakowo. [1]
Zur Stadt Liebstadt gehörten folgende Dörfer und Wohnplätze [2] : Link-Text, Link-Text

Politische Einteilung / Verwaltung

Ab 1945

Von 1818 bis 1945

Verwaltung

Standesamt Liebstadt Stadt

  • Liebstadt gehörte zum Standesamt Liebstadt.
  • Das Standesamt Liebstadt Stadt wurde am 1.10.1874 gegründet und bestand bis 1945.
  • Zum Standesamt Liebstadt Stadt gehörten folgende Orte : Liebstadt, und .... [3]
  • Für die noch existierenden Dokumente des Standesamtes siehe: Standesamtsunterlagen Liebstadt Stadt

Einwohnerzahlen

1820 [4] 1885 [5] 1905 [3] 1910 [6] 1933 [7] 1939 [7]
608 1047 990 997 885 839


Amtsgericht Mohrungen

Mit der Verordnung vom 27.1.1877 ( RGBl.41 ) wurden die alte Rechtsordnung außer Kraft gesetzt. Die Zuständigkeit der Oberlandesgerichte, der Landgerichte und Amtsgerichte wurde mit der Verordnungen vom 24.04.1878 festgelegt. Darauf hin wurde 1879 das Amtsgericht Liebstadt gegründet.
Das Amtsgericht war für folgende Sachen zuständig:

  1. Rechtsstreitigkeiten (einschließlich Eigentums -, Pacht- , und Arbeits-Streitigkeiten)
  2. Strafsachen ,einschließlich Straftaten, die mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten bestraft wurden oder einer mit einer Geldstrafe bis zu 600 Mark, Diebstahl, wo der Wert der gestohlen Ware nicht höher als 520 Mark sein durfte, Unterschlagung und Betrug wo der Wert nicht höher als 520 Mark sein durfte.
  3. nicht strittige Zivilsachen wie, Grundbücher , die Registrierung von Verbänden, Unternehmen , Verbände, Erbfällen , Beglaubigung von Dokumenten und Abschreibungen.

Streitigkeiten, die diesen Rahmen überschritten, wurden an das Landgericht in Bartenstein verwiesen. Das Amtsgericht arbeitete bis 1945.
Die Akten wie Gerichtsakten, Grundbücher ,Erbfälle, Testamente, Beglaubigung von Dokumenten und Abschriften vom Amtsgericht Liebstadt sind noch teilweise erhalten.
Sie befinden sich im Staatsarchiv Allenstein (Archiwum Państwowe w Olsztynie). Siehe Link des Staatsarchiv: [1]

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Evangelisches Kirchspiel Liebstadt

Schulorte
Friedhöfe
  • Das Kirchspiel hatte um 1890 einen Friedhof in Liebstadt, der Eigentum der Kirche war. [8]

Katholische Kirchen

Katholisches Kirchspiel Liebstadt

Kirchspiel Geschichte
  • 2.1.1873: Verordnung und Bekanntmachungen des Königl. Ministeriums
    Die Erhebung der bisherigen Seelsorg-Station zu Liebstadt, Kreises Mohrungen, zur katholischen Pfarrei betreffend:
  1. Zur besseren Pastoration der Katholiken in dem östlichen Theile des Kreises Mohrungen, welche sich ehedem an die benachbarten katholischen Pfarrkirchen des alten Ermlandes hielten,
    wurde im Jahre 1864 von Unserem in Gott ruhenden unmittelbaren Amtsvorgänger ein Geistlicher in Liebstadt angestellt. Nachdem sich inzwischen die kirchlichen Verhältnisse sich
    dortselbst so weit ausgebildet haben, daß eine Kirche aus den milden Gaben erbaut und ein Kirchhof beschafft worden ist, so glauben Wir, daß die Zeit gekommen, den dortigen Gläubigen
    die Wohlthat einer nach kirchlichen Vorschriften geregelten, mit allen Pfarrechten ausgestatteten und dadurch befestigten Seelsorge zuzuwenden. Demzufolge erheben Wir die bisherige Seelsorg-Station zu einer Pfarre mit dem Wohnsitz des Pfarrers in Liebstadt und die dortige Kreuzkirche zu einer Pfarrkirche und verordnen nach der Anhörung der Interessenten in Betreff der Einrichtung und Begrenzung dieser Pfarre, wie folgt:
§1: Den Bezirk der katholischen Pfarre in Liebstadt werden die katholischen Einwohner in den nachbenannten Ortschaften und deren Abbauten bilden:
I. Im Kreise Mohrungen
1. Abrahamsheide, 2. Achthuben, 3. Banners, 4. Gr. Bergling, 5.Blumen, 6. Bobanden, 7. Alt Bollitten, 8. Neu Bollitten, 9. Bornadedken, 10. Carneyen, 11. Gartenpungel, 12. Gr. Gillgehnen, 13.Gillwalde, 14. Goldbach. 15. Gottesgabe, 16. Gudnick, 17. Hartwich, 18. Groß Hermenau, 19. Klein Hermenau, 20. Herzogswalde, 21. Klogehnen, 22. Kollings, 23. Lettau, 24. Liebstadt, 25. Maulfritzen, 26. Alt Menzels, 27. Neu Menzels, 28. Narienmühle, 29. Naegelack, 30. Paulken, 31. Pittehnen, 32. Polkehnen, 33. Ponarien, 34. Alt Reichau, 35. Reichenthal,
36. Reichertswalde, 37. Rosenau, 38. Royen, 39. Sackstein, 40. Schillings 41. Schodehnen, 42. Silberbach, 43. Sorrehnen, 44. Sporthenen, 45. Stobnitten, 46. Stollen, 47. Trukainen,
48. Waltersdorf, 49. Weeskenthal, 50. Workallen, 51. Wuchsnig
II. Im Kreise Preußisch Holland
52. Pfeiffertswalde, 53. Reichswalde, 54. Rudolphsmühle, 55. Sommerfeld, 56. Weeskenit
Der Pfarrverband, in welchem einige der genannten Ortschaften bisher zu anderen Pfarreien gestanden haben, wird hierdurch aufgehoben.
§2: Die katholische Pfarre Liebstadt gehört zu dem Dekanat Gutstadt, und hat sich der Pfarrer der kanonischen Visitation des Erzpriesters zu unterwefen.
(Dies ist ist nur ein Ausschnitt des Erlass, der ganze Erlass kann im MDZ online gelesen werden, siehe Fußnoten) [10]

Geschichte

Prußische Stammesgebiete

Name

Die Übersetzung von prußisch Milde zu deutsch Liebe ist eine Fehldeutung, denn der prußische Name bezieht sich auf Sumpfpflanzen.

  • prußisch "meldas" = Sumpfgras
  • "meldris" = Binse

vgl. dazu

  • litauisch "melda, meldas" = Schilf, Sumpfbinse, Teichbinse, Pferdebinse
  • lettisch "meldi, meldri" = Binsen

Urkundliche Erwähnungen (Fluss):

  • 1296 gerichte czum flisse Mildige, Mildie
  • 1314 Mildio, mildie, Mildeyn, Mildyge
  • 1315 do dy Myldye invlusset in dye Serye (Passarge)
  • 1336 von dem vlisse Myldenvlis
  • 1398 Milde
  • um 1700 Milde
  • 1926 Liebe

Urkundliche Erwähnungen (Stadt):

  • 1315 que a Seria (Passarge) ducit in Liebenstadt
  • 1323 zcur Libenstad
  • 1350 czur Lybenstadt
  • ab 1450 meist Liebstadt

Ordensstaat bis 1525

  • 1314 erstmals erwähnt, 68 Hufen groß, etwa 90 Bürgerstellen.
  • 1323 ist eine Pfarrstelle belegt
  • Vor 1354 entstand eine Ordensburg in der Nordwestecke der Stadt.
  • 1414 Opfer der Flammen
  • 1490 Erneuerung der Handfeste

Herzogtum Preußen (1525 -1701)

Die sieben Kirchspiele des Hauptamtes sind: Mohrungen (lutherisch und reformirt), Kahlau, Hagenau, Eckersdorf, Locken und Langgut. [12]
  • 1659 erneut Opfer der Flammen

Königreich Preußen (1701 - 1918)

  • 1733 wird Trescho, der Lehrer Herders, geboren, später Diakonus in Mohrungen.
  • 1759 Liebstadt wird von den Russen besetzt.
  • 1762 Rußland und Preußen schließen noch während des Siebenjährigen Krieges, am 5.5.1762, den Friedensvertrag von St. Petersburg. Die Russen geben ohne Entschädigung die besetzten bzw. annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Liebstadt wieder preußisch.
  • 1807 muss Liebstadt schwer unter den Franzosen leiden.
  • 1854: Die Postlinie No. 40 Mohrungen - Wormditt hielt in Liebstadt, die Haltestelle war Liebstadt. [13]
  • 20.01.1866: Aus dem Landkreis Allenstein wurden 83 Thlr 19 Sgr und 7 Pf für den Bau einer katholischen Kirche in Liebstadt gesammelt.
  • 07.02.1867: Aus den Ortschaften Alt Kockendorf, Preilowen, Lykusen, Rentienen, Reddigkainen, Süssenthal, Woppen, Micken, Leynau, Mauden, Woritten, Alt Wartenburg, Pupkeim aus dem Landkreis Allenstein wurden 22 Thlr 10 Sgr und 4 Pf für den Bau einer katholischen Kirche in Liebstadt gesammelt.[14]

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Kirchenbücher

siehe: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Mohrungen

Sonstiges

siehe: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Sonstiges Kreis Mohrungen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

In der Digitalen Bibliothek

Persönlichkeiten

Edmund Grigoleit: Die ostpreußischen Amtmänner im Jahre 1755, in: Archiv für Sippenforschung, 29. Jg. Aug. 1963, H. 11, S. 178.

Johann Friedrich List 1747 bis 1759.


Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. in: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., 1922, Heft 4. (Die Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender).

Arndt, Referendar, zum Adeligen Gerichtsschreiber beim Justizkollegium in Liebstadt 31.8./11.9.1761.

Bertram, Kreiskalkulator in Mohrungen, zum Kreissteuereinnehmer in den Ämtern Pr. Holland, Liebstadt und Mohrungen 17./28.8.1761.

Bredenberg, Martin Christian, Billetschreiber, zum Ratsverwandten und Billetier in Liebstadt 28.8./8.9.1761.

Feege, gewesener Prediger in Philippi, zum Diakonadjunkt in Liebstadt, 15./25.3.1762.

Peckock, Johann Martin, Richter und Stadtschreiber in Bischofswerder, zum Richter und Stadtschreiber in Liebstadt 4./15.8.1758.

Pohl, Kantor in Liebstadt, zum Diakon in Soldau 21.10./...

Schultz, Amtsmeier, zum Akzisevisitator in Liebstadt 3./14.8.1761.

Springer, Christian, Wirtschaftschreiber, zum Amtmann in Liebstadt 19./30.5.1761.

  • Treschus, geb. 1733, gest. 1804 in Mohrungen, Lehrer von Herder und Diakonus in Mohrungen

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Heimat- und Volkskunde

Persönlichkeiten

Edmund Grigoleit: Die ostpreußischen Amtmänner im Jahre 1755, in: Archiv für Sippenforschung, 29. Jg. Aug. 1963, H. 11, S. 178.

Johann Friedrich List 1747 bis 1759. Auszug aus: Hans-Wolfgang Quassowski, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. in: Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., 1922, Heft 4. (Die Daten nach dem russischen und gregorianischen Kalender). Arndt, Referendar, zum Adeligen Gerichtsschreiber beim Justizkollegium in Liebstadt 31.8./11.9.1761.

Bertram, Kreiskalkulator in Mohrungen, zum Kreissteuereinnehmer in den Ämtern Pr. Holland, Liebstadt und Mohrungen 17./28.8.1761.

Bredenberg, Martin Christian, Billetschreiber, zum Ratsverwandten und Billetier in Liebstadt 28.8./8.9.1761.

Feege, gewesener Prediger in Philippi, zum Diakonadjunkt in Liebstadt, 15./25.3.1762.

Peckock, Johann Martin, Richter und Stadtschreiber in Bischofswerder, zum Richter und Stadtschreiber in Liebstadt 4./15.8.1758.

Pohl, Kantor in Liebstadt, zum Diakon in Soldau 21.10./...

Schultz, Amtsmeier, zum Akzisevisitator in Liebstadt 3./14.8.1761.

Springer, Christian, Wirtschaftschreiber, zum Amtmann in Liebstadt 19./30.5.1761.

  • Treschus, geb. 1733, gest. 1804 in Mohrungen, Lehrer von Herder und Diakonus in Mohrungen

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Zufallsfunde

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Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung LIEADTKO04AA
Name
  • Miłakowo Quelle (${p.language})
  • Liebstadt Quelle (${p.language})
Typ
  • Stadt (Siedlung)
Postleitzahl
w-Nummer
  • 50137
externe Kennung
  • SIMC:0481761
Karte
   

TK25: 1986

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Liebstadt (1820 -) ( Kirchspiel) Quelle S.188.98

Liebstadt, Miłakowo (- 1945) ( StadtStadt) Quelle Stadt 22.1

Liebstadt, Miłakowo (1945 -) ( StadtStadt) Quelle

Liebstadt (Hl. Kreuz), Liebstadt, Miłakowo (Podwyższenia Krzyża Świętego) (1873 -) ( Pfarrei) Quelle 1873. No.1

Miłakowo ( Stadt- und Landgemeinde PL)

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Liebstadt
         Kirche
object_164202
Hl. Kreuz, Podwyższenia Krzyża Świętego
         Kirche
object_292794


Fußnoten

  1. http://stat.gov.pl/broker/access/performSearch.jspa?searchString=Mor%C4%85g&level=miejsc&wojewodztwo=398&powiat=6388&gmina=&miejscowosc=&advanced=false
  2. Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen, Band I: Provinz Ostpreußen, Königsberg 1931, S.84-87
  3. 3,0 3,1 3,2 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen I (1905,Ostpreußen),S.162-173
  4. Topographische Übersicht des Verwaltungs-Bezirks der Königlichen Preussischen Regierung,1820,S.187
  5. Gemeindelexikon für das Königreich Preussen, Berlin 1888, S.184-185
  6. Digitalisat von gemeindeverzeichnis.de von Uli Schubert
  7. 7,0 7,1 Digitalisat von www.verwaltungsgeschichte.de von Micheal Rademacher
  8. 8,0 8,1 Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreussen, 1890, S. 172-173
  9. Die katholischen Kirchspiele des Hochstifts Ermland mit den eingepfarrten Ortschaften,Stand: 1944
  10. Amts-Blatt der königlichen preußischen Regierung zu Königsberg,Nr.1,1873 Digitalisat des Münchener Digitalisierungszentrums
  11. Historisch-comparative Geographie von Preussen,Dr. Max Toeppen, Gotha 1858,S.259-291
  12. Historisch-comparative Geographie von Preussen,Dr. Max Toeppen, Gotha 1858,S.280
  13. Amts-Blatt der königlichen preußischen Regierung zu Königsberg,Nr.43,1854, Außerordentliche Beilage No.16 Digitalisat des Münchener Digitalisierungszentrums
  14. AK 1867, S. 43


Städte und Gemeinden im Landkreis Mohrungen ( Regierungsbezirk Königsberg ) Stand 1939

Städte: Liebstadt | Mohrungen | Saalfeld
Gemeinden:
Alt Bestendorf | Alt Christburg | Alt Christburg Forst | Altstadt | Auer | Bärting | Bagnitten | Banners | Barten | Bauditten | Bensee | Bolitten | Boyden | Buchwalde | Bündtken | Dittersdorf | Eckersdorf | Freiwalde | Georgenthal | Gergehnen | Gerswalde | Golbitten | Goldbach | Görken | Goyden | Groß Arnsdorf | Groß Gottswalde | Groß Hanswalde | Groß Hermenau | Groß Münsterberg | Groß Sauerken | Groß Trukainen | Groß Wilmsdorf | Gubitten | Güldenboden | Hagenau | Heinrichsdorf | Herzogswalde | Himmelforth | Horn | Jäskendorf | Kämmen | Kahlau | Kallisten | Karnitten | Kerpen | Klein Hanswalde | Klogehnen | Königsdorf | Kolteney | Kornellen | Koschainen | Kranthau | Kunzendorf | Kuppen | Liebwalde | Linkenau | Löpen | Maldeuten | Miswalde | Mortung | Mothalen | Motitten | Nickelshagen | Paradies | Paulehnen | Paulken | Pittehnen | Pörschken | Polkehnen | Pollwitten | Ponarien | Prägsden | Preußisch Mark | Prökelwitz | Reichau | Reichenthal | Reichertswalde | Reußen | Rollnau | Sadlauken | Samrodt | Sassen | Schertingswalde | Schliewe | Schnellwalde | Schönaich | Schwalgendorf | Schwenkendorf | Seegertswalde | Seubersdorf | Silberbach | Simnau | Skollwitten | Sonnenborn | Sorbehnen | Sorrehnen | Sportehnen | Stollen | Taabern | Terpen | Venedien | Vorwerk | Waltersdorf | Weepers | Weinsdorf | Wiese | Willnau | Winkenhagen | Wodigehnen


Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk Königsberg (Provinz Ostpreußen) Stand 1.1.1945

Stadtkreis: Königsberg

Landkreise: Braunsberg | Fischhausen | Friedland | Gerdauen | Heiligenbeil | Heilsberg | Königsberg (Land) | Labiau | Memel | Mohrungen | Preußisch Eylau | Preußisch Holland | Rastenburg | Wehlau