Patricken: Unterschied zwischen den Versionen

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* 20.02.1450: Erneuerung der Handfeste.
* 20.02.1450: Erneuerung der Handfeste.<ref>Kellmann, S. 261</ref>
* 1450: Patricken umfasst 50 Hufen, davon 6 Schulzenhufen.<ref>Porębska, S. 132</ref>
* 1450: Patricken umfasst 50 Hufen, davon 6 Schulzenhufen.<ref>Porębska, S. 132</ref>
* 1656: In Patricken liegen 17 Hufen wüst, 6 Adelshufen mit Magdeburgischem Recht waren im Besitz von Georg Hohndorf, und auf den übrigen Hufen saßen drei Schulzen und 12 Bauern, ein Krug wird ebenfalls aufgeführt.<ref>Porębska, S. 133</ref>
* 1656: In Patricken liegen 17 Hufen wüst, 6 Adelshufen mit Magdeburgischem Recht waren im Besitz von Georg Hohndorf, und auf den übrigen Hufen saßen drei Schulzen und 12 Bauern, ein Krug wird ebenfalls aufgeführt.<ref>Porębska, S. 133</ref>

Version vom 26. Dezember 2012, 19:48 Uhr

Hierarchie

Regional > Historisches Territorium > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Allenstein > Landkreis Allenstein > Patricken


Einleitung

Allgemeine Information

Patricken war eine Landgemeinde (bis 1935) bzw. Gemeinde (1935-1945) im ehemaligen ostpreußischen Landkreis Allenstein im Ermland. Im Jahre 1928 wurde das Gut Neu Patricken in die Landgemeinde eingegliedert. Seit 1945 gehört die Ortschaft zu Polen und heißt polnisch Patryki.

Politische Einteilung

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Allenstein (Ev. Kirchspiel)

Katholische Kirchen

Groß Kleeberg (Kirchspiel)


Geschichte

  • 20.02.1450: Erneuerung der Handfeste.[1]
  • 1450: Patricken umfasst 50 Hufen, davon 6 Schulzenhufen.[2]
  • 1656: In Patricken liegen 17 Hufen wüst, 6 Adelshufen mit Magdeburgischem Recht waren im Besitz von Georg Hohndorf, und auf den übrigen Hufen saßen drei Schulzen und 12 Bauern, ein Krug wird ebenfalls aufgeführt.[3]
  • 1770: Patricken umfasst sechs Adelshufen mit Magdeburgischem Recht, drei Schulzenhufen, 41 Zinshufen sowie 30 Morgen Gemeindeland und einen Krug. Im Dorf gab es zu dieser Zeit einen Hufschmied[4]
  • 1772: Bei der preußischen Landesaufnahme ist Casimir Meybaum cöllmischer Schulze im Ort. Insgesamt wurden folgende Personen erfasst:[5]
    • Artell, Casimir (Krüger),
    • Bendosza, Casimir (Zinsbauer),
    • Bialla, Matthias (Zinsbauer),
    • Bialojan, Matthias (Eigenkätner),
    • Brosch (Brozi), Casimir (Instmann),
    • Franz, Jacob (Instmann),
    • Gorno, Michael (Instmann),
    • Herdan, Johann (Zinsbauer),
    • Jant, Albrecht (Instmann),
    • Kleina, Jacob (Schmied),
    • Kopeck, Thomas (Instmann),
    • Koslowski (Witwe),
    • Koziol, Johann (Zinsbauer),
    • Krysteck, Albrecht (Zinsbauer),
    • Kunath, Florian (Schmied),
    • Linka, Jacob [Gut Patricken] (Eigenkätner),
    • Lorkowsky, Michael (Instmann),
    • Masuch, Nicolaus (Zinsbauer),
    • Menzik, Nicolaus (Zinsbauer),
    • Meybaum, Casimir (Cöllmischer Schulze),
    • Meybaum, Johann (Instmann),
    • Nicolaus, Josef (Zinsbauer),
    • Nigbur, Jacob (Instmann),
    • Philipp, Johann (Zinsbauer),
    • Piecocha, Jacob (Zinsbauer),
    • Resza, Jacob (Zinsbauer),
    • Rogatty, Matthias (Instmann),
    • Rosotta, Peter (Zinsbauer),
    • Ruchocka [Witwe] (Eigenkätner[in]),
    • Sabelek, Johann (Instmann),
    • Schaffrin, Johann (Instmann),
    • Schaffrin, Thomas (Instmann),
    • Schauk, Johann (Zinsbauer),
    • Schimansky, Johann (Eigenkätner),
    • Schmelka, Peter (Zinsbauer),
    • Schwarnick, Andreas (Eigenkätner),
    • Szeblonsky [Jablonsky] (Instmann),
    • Urbahn, (Instmann),
    • Weisbaum, Matthias (Eigenkätner),
    • Zochoda (Bettler).
  • 1785: Patricken ist ein Königliches Dorf mit 32 Feuerstellen im Landräthlichen Kreis Heilsberg im Amt Allenstein.
  • 1820: Patricken ist ein Königliches Bauerdorf mit 36 Feuerstellen und 197 Einwohnern im Königlichen Amt Allenstein.
  • 1825: Johann Riszewski ist Lehrer im Dorf.
  • 1846: Hessische Kolonisten siedeln sich im Ort an.[6]
  • 05.03.1846: Die schon mehrmals wegen Diebstahls bestrafte unverehelichte Catharina Langkau hat sich aus dem Orte entfernt und ihr jetziger Aufenthaltsort ist nicht zu ermitteln. Sie treibt wahrscheinlich ein vagabundirendes Leben.
  • 08.11.1854: Die Ruhrkrankheit hat im Ort aufgehört.
  • 1856: Im Gute Patricken steht eine wenig gebrauchte Dreschmaschine zum Verkauf.
  • 21.05.1856: Dem in den Grenzen des Dorfes Patricken neu entstandenen Etablissement ist von der Königl. Regierung der Name "Neu Patricken" beigelegt worden.
  • 02.03.1858: Im Ort ist die Krätzkrankheit ausgebrochen.
  • 25.09.1858: Der Milzbrand-Rothlauf unter den Schweinen hat im Ort aufgehört.
  • 03.12.1861: Bei der Volkszählung hat das Dorf eine Fläche von 9541 Morgen und 12 Dez sowie 48 Wohnhäuser mit 424 Einwohnern (9 Protestanten, 399 Katholiken). 772 Einwohner geben deutsch und 352 polnisch als Muttersprache an.[7]
  • 29.05.1863: Dem Veteranen Daniel Kropulinski wurde von der Königlichen Regierung zur Unterstützung hilfsbedürftiger Krieger de 1806/15 eine extraordinaire Unterstützung von 3 Thlr gewährt.
  • 24.08.1866: Die Einsassen des Ortes spenden 2 Thlr 15 Sgr für die Pflege der im Felde verwundeten und erkrankten Krieger. Ferner spendet das Schulzenamt Wäsche, alte und neue Leinwand, Charpie und Binden usw.
  • 19.12.1867: Peter Palmowski hat einen Hausiergewerbschein für 1868 erhalten.[8]
  • 07.05.1874: Bildung des Amtsbezirks Kleeberg Nr. 26 aus den Landgemeinden Groß Kleeberg, Klein Kleeberg, Patricken und Quidlitz sowie den Gutsbezirken Groß Kleeberger See, Klein Kleeberger See (teilweise) und Neu Patricken.
  • 01.01.1883: Der Amtsbezirk Kleeberg umfasst die Landgemeinden Groß Kleeberg, Klein Kleeberg, Patricken und Quidlitz sowie die Gutsbezirken Elisenhof, Groß Kleeberger See (teilweise), Klein Kleeberger See und Neu Patricken.
  • 26.01.1890: Brand der Schule.
  • 1895: Das Dorf erhält eine Posthifsstelle.[9]
  • 01.12.1905: Bei der Volkszählung hat die Landgemeinde eine Fläche von 816,8 ha sowie 53 Wohnhäuser plus einen bewohnte Baulichleit mit 408 Einwohnern (32 Protestanten, 392 Katholiken). 73 Einwohner geben deutsch und 328 masurisch sowie 7 deutsch und eine andere Sprache als Muttersprache an.
  • 01.01.1908: Der Amtsbezirk Kleeberg umfasst die Landgemeinden Groß Kleeberg, Klein Kleeberg, Patricken und Quidlitz sowie die Gutsbezirke Elisenhof, Neu Patricken und Seebezirk (teilweise).
  • 01.12.1908: Die Ortschaft nebst Abbauten wird vom Landbestellbezirke der Postagentur Groß Kleeberg abgezweigt und der Postagentur Groß Purden zugeteilt.
  • 16.10.1912: Die Landgemeinde erhält eine Telegraphenanstalt und eine öffentliche Sprechstelle.[10]
  • 1913: Patricken hat 440 Einwohner. Gemeindevorsteher ist Joseph Jatzkowski. Im Ortsvorstand sind ferner Lehrer Grunenberg, Grunwald und die Gastwirte Joseph Borchert und Eduard Büchmann und die Besitzer Anton Schulz und Joseph Jatzkowski, außerdem noch der Mühlenbesitzer Emil Bilitewski. Poststation für den Ort ist Groß Purden und Bahnstation ist Klaukendorf.
  • 11.07.1920: Bei der Volksabstimmung stimmen 227 Personen (88,3 %) für Ostpreußen und 30 (11.7 %) für Polen.[11]
  • 1921: Patricken hat 413 Einwohner. Gemeindevorsteher ist Joseph Jatzkowski. Im Ortsvorstand sind ferner Lehrer Grunenberg und Gastwirt Borchert. Poststation für den Ort ist Groß Purden und Bahnstation ist Klaukendorf.
  • 1924: Patricken hat 413 Einwohner. Gemeindevorsteher ist Joseph Jatzkowski. Im Ortsvorstand sind ferner Lehrer Grunenberg und Gastwirt Borchert. Poststation für den Ort ist Groß Purden und Bahnstation ist Klaukendorf.
  • 1927: Patricken hat 437 Einwohner. Gemeindevorsteher ist Joachim Grunenberg. Im Ortsvorstand sind ferner Lehrer Grunenberg und Gastwirt Borchert. Poststation für den Ort ist Groß Purden und Bahnstation ist Klaukendorf. Amtsvorsteher vom Amt Kleeberg ist Jatzkowski in Patricken.
  • 21.06.1923: Der Kätner Josef Lingnau beabsichtigt, auf seinem in der Feldmark Patricken gelegenen Grundstück eine Ansiedlung zu gründen.
  • 30.09.1928: Eingliederung des Gutsbezirks Neu Patricken in die Landgemeinde Patricken.
  • 01.09.1931: Der Amtsbezirk Kleeberg umfasst die Landgemeinden Groß Kleeberg, Klein Kleeberg, Patricken und Quidlitz.
  • 1932: Schiedsmann fürs Amt Kleeberg ist Grunenberg in Patricken.
  • 06.09.1933: Einweisung von Joseph Bandt in das Amt des Schöffenstellvertreters ebd.
  • 1939: Umwandlung der Posthilfsstelle in eine Poststelle II. Klasse.[12]
  • 03.05.1940: Ein Großfeuer zerstört das halbe Dorf. Alle Gebäude vom Insthaus Jatzkowski bis zum Dorfende Richtung Neu Patricken wurden Opfer der Flammen. Eine Frau Michallek wurde verdächtigt, heiße Asche nach draußen geworfen zu haben. Sie saß 2 Jahre im Gefängnis. Viele Patricker glaubten aber, dass sie am Brand unschuldig war. Die tatsächliche ursache des Feuers konnte nicht geklärt werden.[13]
  • 01.01.1945: Der Amtsbezirk Kleeberg umfasst die Gemeinden Groß Kleeberg, Klein Kleeberg, Patricken und Quidlitz.
  • 1945: Beim Russeneinmarsch wurden erschossen bzw. ermordet: Willy Bach und Gattin, Viktor Biernatzki, Marianne Bienkowski bzw. Antonie Slawinski.

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

  • Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 261-285. Hier finden sich u. a. auch genealogische Daten zu:
    • Landesaufnahme 1772,
    • Prästationstabellen 1841, 1857, 1876,
    • Schülerverzeichnis 1837,
    • Einwohnerliste 1939-1945.


Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

  • Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 261-285.
  • Porębska, Krystyna. Adeliger Grundbesitz des Ermlandes im 16. bis 18. Jahrhundert. Selbstverlag Alfred von der Lehr, Fürth, 1999, S. 132-133.

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

http://ermland.wikia.com/wiki/Gr._Kleeberg

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden. Bitte beim Erfassen der Seite mit den Zufallsfunden ggf. gleich die richtigen Kategorien zuordnen.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.

Bekannte Persönlichkeiten aus Patricken

Fußnoten

  1. Kellmann, S. 261
  2. Porębska, S. 132
  3. Porębska, S. 133
  4. Porębska, S. 133
  5. Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 264
  6. Hassenstein, J. Die Zeit von 1807-1877 im Allensteiner Raum (1902). 42. Heimatjahrbuch der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land (2011), S. 35.
  7. Grunenberg, S. 148
  8. AK 1867, S. 367
  9. Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 273
  10. Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 273
  11. Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 91
  12. Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 273
  13. Kellmann, Georg. Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf mit allen Ortschaften einschließlich Wiranden und Elisenhof. Selbstverlag, Mannheim, 1993, S. 272

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung PATKE2KO03IS
Name
  • Patryki Quelle (${p.language})
  • Patricken Quelle (${p.language})
Typ
  • Dorf
Postleitzahl
  • PL-11-020 (2004)
w-Nummer
  • 50331
externe Kennung
  • geonames:762568
  • nima:-521203
  • SIMC:0486712
Karte
   

TK25: 2290

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Kleeberg (1929) ( Amtsbezirk) Quelle

Gmina Purda, Purda (1999 -) ( Landgemeinde PL)

Patricken (- 1945) ( LandgemeindeGemeinde) Quelle

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum


Städte und Gemeinden sowie Ämter und Kirchspiele im Landkreis Allenstein (Regierungsbezirk Allenstein)

Abstich | Adamsheyde | Allenstein | Allenstein (Schloßfreiheit) | Alt Allenstein (Gut) | Althof | Althof (Forsthaus) | Alt Kaletka | Alt Kockendorf | Alt Märtinsdorf | Alt Ramuck (Forsthaus) | Alt Schöneberg | Alt Stabigotten | Alt Vierzighuben | Alt Wartenburg | Augustthal | Ballingen | Balong | Barkeim (Barkheim) | Bartelsdorf (Amt) | Bartelsdorf (Standesamtsbezirk) | Barwienen | Bärenbruch (Allenstein) | Bärenbruch (Groß Ramsau) | Bergfriede (Gut) | Bertung | Biendarra-Mühle | Bogdainen | Borrowomühle | Braunswalde | Braunswalde (Amt) | Braunswalde (Kirchspiel) | Breytenfelde | Bruchwalde | Brunsdorf | Buchental | Buchwalde (Forstgutsbezirk) | Buchwalde (Forsthaus) | Buchenwald | Cramarowo | Cronau (Amt) | Dągi | Daitki | Damerau | Darethen | Daumen | Daumen (Gut) | Debrong | Derz | Deuthen | Deutsch Berting | Dietrichswalde | Dietrichswalde (Amt) | Dietrichswalde (Kirchspiel) | Diwitten | Diwitten (Amt) | Dombrowka | Dongen | Dorothowo | Dziergunken (Forsthaus) | Dziergunkenmühle | 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